Neues Projekt des „fliegenden Museums“

Stadtgeschichte im Koffer

In den rollenden Koffer des Stadtmuseums zum Thema Stadtbefestigung wurde auch eine Kanonenkugel eingepackt. (Foto: Stadt Freising)
In den rollenden Koffer des Stadtmuseums zum Thema Stadtbefestigung wurde auch eine Kanonenkugel eingepackt. (Foto: Stadt Freising)

Das Stadtmuseum kann man seit der Generalsanierung des Asamgebäudes vorerst nicht mehr besuchen. Also hat Museumsleiterin Ulrike Götz mit ihrem Team die Koffer gepackt, um ausgewählte Objekte dem interessierten Publikum nahezubringen. Das erste stadtgeschichtliche Programm im „rollenden Koffer“ befasst sich mit dem Thema Stadtbefestigung: Vor allem Kinder werden ihre Freude daran haben, wenn sie eine Kanonenkugel, den original mittelalterlichen Schlüssel des Ziegeltors und weitere spannende Exponate inspizieren können.

Das Museum kommt zu seinem Publikum

Museumsleiterin Ulrike Götz und Eva Fritz (v.l.) präsentieren einige Stücke aus dem rollenden Koffer. (Foto: Stadt Freising)
Museumsleiterin Ulrike Götz und Eva Fritz (v.l.) präsentieren einige Stücke aus dem rollenden Koffer. (Foto: Stadt Freising)

Bislang kamen viele Schüler/-innen ins Museum, jetzt kommt das Museum in die Schule. „Wir haben bei unserem Konzept des Fliegenden Museums die Idee der Mobilität aufgegriffen und kommen jetzt mit Objekten im Koffer zu unserem Publikum“, kündigte Ulrike Götz bei der Vorstellung des Projekts am Montag, 04. Dezember 2017, an. Die Kunsthistorikerin und ihre Mitarbeiterin Eva Fritz präsentierten einen blauen Trolley – den „Prototyp“ zum Thema Stadtbefestigung. Darin befinden sich zwar Objekte, die nicht so empfindlich sind wie ein Urkatasterplan, ein Kupferstich von 1724 oder ein Foto des Münchner Tors – aber auch ein Satz weißer Baumwollhandschuhe, denn die wertvollen Stücke wie die Kanonenkugel sollen nicht mit bloßer Hand angefasst und dabei beschädigt werden. Entwickelt wurde der rollende Koffer für Mädchen und Buben zwischen acht und zwölf Jahren, erläuterte Eva Fritz: „Innerhalb einer dreiviertel Stunde erfahren sie viel über die Stadtgeschichte und können auch noch die früheren Stadttore basteln.“  

Terminvereinbarung

Wer sich für das Angebot des „rollenden Koffers“ interessiert, kann sich für eine Terminvereinbarung an das Stadtmuseum  wenden, Mail stadtmuseum©freising,de. Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer/-in beträgt einen Euro. Die Bastelbögen der Stadttore, die neu aufgelegt wurden, kann man auch separat  erwerben bei der Museumsverwaltung, Major-Braun-Weg 12 (Haus der Vereine) zum Preis von fünf Euro.

Engagement für die Zukunft

Logo Stadtmuseum ausgeflogen

Ulrike Götz berichtete weiterhin über die umfassenden Tätigkeiten des Museumspersonals seit dem Auszug aus dem Asamgebäude im Frühjahr 2017 mit mehreren 1000 Objekten. Die Exponate seien an fünf verschiedenen Standorten untergerbacht – und vom Inneren der neuen Depots habe man eine Fotostrecke erstellt, die in nächster Zeit veröffentlicht werde. Auch die laufenden Arbeiten würden fortgesetzt, versicherte Götz mit Blick auf verschiedene Neuerwerbungen. Ansonsten sehe man die Zeit der Museumsschließung „als Chance, den Bestand genauer zu sichern, den Zustand zu untersuchen und zu dokumentieren“. Sehr viel Zeit werde bereits  in die Planung der künftigen Museumsräume im Asamgebäude gesteckt, erzählte Götz: Termine mit Planern, Architekten, der Polizei wegen Sicherheitsfragen und weiteren Experten würden absolviert.  Bis dahin ist das Stadtmuseum noch im Modus als „Fliegendes Museum“ – und sorgt mit kleinen Aktionen und Führungen dafür, dass Freisings Stadtgeschichte weiterhin präsent bleibt.

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