Martinszug 2017

Spende für die Freisinger Tafel

„Das Wetter war wirklich grauenvoll – über dem Marienplatz hingen Sturmschwaden wir in Sibirien “, resümierte Musikschulleiter Martin Keeser. Doch wenn die Sing- und Musikschule der Stadt Freising zum Martinszug einlädt, dann strömen die Kinder aus allen Häusern, um den traditionellen Umzug auf den Domberg und das Martinsspiel mitzuerleben. „Mindestens 2000“ seien bei der 44. Auflage der Traditionsveranstaltung mitmarschiert, berichtete Keeser und freute sich darüber, dass diese „wunderschöne Einrichtung“ in den Herzen der Menschen verankert sei.

Herzliche Geste: Beim Martinszug der Musikschule wurde für bedürftige Menschen gesammelt. Musikschulleiter Martin Keeser (v.l.), Bernhard Reiml (Stadtheimatpflege) und Odilo Zapf (Musikschule) übergaben den symbolischen Spendenscheck an Peter Bach, Vor
Herzliche Geste: Beim Martinszug der Musikschule wurde für bedürftige Menschen gesammelt. Musikschulleiter Martin Keeser (v.l.), Bernhard Reiml (Stadtheimatpflege) und Odilo Zapf (Musikschule) übergaben den symbolischen Spendenscheck an Peter Bach, Vorsitzender der Freisinger Tafel. (Foto: Stadt Freising)

Bernhard Reiml, der Vorsitzende des Vereins Stadtheimatpflege Freising, der Mitveranstalter ist, betonte beim Pressegespräch im Rathaus die tiefere Bedeutung des Martinszugs: „Auch wenn wir bei uns keine zerlumpten, halbnackten Bettler sehen, so geht die Schere zwischen Arm und Reich auseinander“, so Reiml. Mit der Legende der Mantelteilung könne man Kinder früh sensibilisieren: „Wenn es für nachfolgende Generationen selbstverständlich ist, sich um Schwache verstärkt zu kümmern, haben wir alles richtig gemacht“.

Zudem sorgten Musikschule und Stadtheimatpflege ganz im Sinne des Heiligen Martin dafür, dass bedürftige Menschen beschenkt werden: Der Erlös des Martinszugs – heuer mit 468,54 Euro aufgrund der Teilnehmerzahl ein etwas geringerer Betrag – geht wieder an die Freisinger Tafel.  Deren Vorsitzender Peter Bach dankte für die wöchentlich etwa 220 bis 230 Kundinnen und Kunden, die von der Tafel mitversorgt werden. „Jetzt vor Weihnachten können wir mit dem Geld etwa besorgen, was wir sonst nicht haben und ihnen guttut“, schilderte Bach – und das ist Kaffee.

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