Kulturempfang der Stadt Freising im Schafhof

Begeisternde (Real-)Satire des KreativenSchauspielEnsembles

Der Schafhof bot wieder eine herrliche Kulisse für den Kulturempfang. (Foto:Stadt Freising)

Prachtvolles Sommerwetter, der Schafhof als wunderbarer Schauplatz, erstklassige Musik und eine satirische Performance: Der traditionelle Kulturempfang der Stadt Freising im Garten des Europäischen Künstlerhauses Oberbayern hat auch in diesem Jahr wieder ein perfektes Ambiente geboten, um den Kulturschaffenden und Förderern der Kultur Dank zu sagen. „Ein Blick in die Runde zeigt die Vielfältigkeit unserer Kultur“, bekundete Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher den 150 Gästen seine Anerkennung. Mit Bezirkstagspräsident Josef Mederer, dem Hausherr des Schafhofs, war er sich einig, dass eine Offenheit der Kulturen, eine Verbindung von Menschen und der Abbau von Grenzen wichtiger denn je sei.

Stolz auf die kulturelle Vielfalt

  • Musikalische Begleitung der Stadtkapelle in kleiner Besetzung mit Dirigent Jürgen Wüst. (Foto: Stadt Freising)
  • Die jungen Talente der Musikschule Freising. (Foto: Stadt Freising)

Schwungvoll eröffnete die kleine Besetzung der Stadtkapelle mit Jürgen Wüst die heitere und ungezwungene Veranstaltung. Ihr Ausnahmekönnen stellten einmal mehr Musikschüler unter Beweis, die beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ Preise abgeräumt hatten. In den kurz gehaltenen Reden drückten Eschenbacher, Mederer sowie Kulturreferent Dr. Hubert Hierl ihre Bewunderung für das breit gefächerte Kulturangebot aus. Die Kulturstadt Freising könne „sehr stolz sein“, unterstich der OB. Die Stadt unterstütze dieses Engagement und ermögliche auch experimentelle Kunst. Mederer freute sich, dass die Idee des Schafhofs, renommierte Künstler zu vernetzen, europäischen Rang erlangt habe. „Der Schafhof ist eine Perle, das ist der Kultur- und Kunstberg Freisings“, versicherte Kulturreferent Hierl.

Kultursommer 2016 mit vielen Höhepunkten

Mehr als 150 Gäste lauschten den kurz gehaltenen Grußworten. (Foto: Stadt Freising)

Mit Freude blickten die Redner auf das oberbayerische ZAMMA-Festival im vergangenen Jahr zurück, das Künstler und Vereine zusammengeführt hat und 20.000 Besucherinnen und Besucher begeisterte. Eine Fortsetzung in kleinerem Umfang, finanziell unterstützt vom Bezirk, gibt es von 27. bis 30. Oktober unter dem Motto „Miteinand – inklusive Kultur“. Schon vorher komme es „dick“, spaßte Hubert Hierl und zählte Höhepunkte wie Altstadt-Open-Air und Altstadtfest, das Musical Korbinian und den Asam-Kultursommer als „Abschiedstournee“ für das Asamgebäude auf. Die bevorstehende Asamsanierung bedeutet für mindestens drei Jahre den Verzicht auf den Theatersaals, Foyer und Stadtmuseums. Das werde eine Herausforderung, wusste Hierl und bat darum: „Wir müssen alle zusammenhelfen, diese Durststrecke zu überstehen.“

Amüsante Performance

Kultur? Klar, Badekultur! (Foto: Stadt Freising)

Junges, innovatives Theater stand dieses Mal beim Kulturempfang im Mittelpunkt: Das KreativeSchauspielEnsemble (KSE), kürzlich mit dem Jugendkulturpreis des Landkreises bedacht, begrüßte Kulturfreunde wie Kulturbanausen zu (real-)satirischen Assoziationen über das Freisinger Kulturleben. Freche Wortspielereien drehten sich darum, dass Kultur Raum, „mehr Raum“, benötige. Allerdings: Studenten reichen offenbar Wohnheimpartys, während junge Pärchen im Sommer lieber der Freibad-Kultur frönen.  Was hat Freising überhaupt kulturell zu bieten? „Ich hoffe, dass wir nicht zu schlecht wegkommen“, hatte Hierl dem jungen Ensemble als Wunsch mitgegeben.

Kulturwoche mit Lücken

Was nun?, fragt sich das KreativeSchauspielEnsemble in seiner Performance - ohne Kino kein cineastisches Vergnügen. (Foto: Stadt Freising)

Aus Sicht der Schauspieltruppe beginnt die Kulturwoche mit einem Reinfall, weil mangels Kino das cineastische Vergnügen ausfällt, am Dienstag ist kollektives Biertrinken angesagt, mittwochs ist „nix los“, am Donnerstag geht man Gemäldeschauen und am Freitag zum Abtanzen. Nach dem Markteinkauf am Samstag und einem abendlichen Theaterbesuch steht sonntags auf dem Programm, die Natur im Garten oder bei einem Spaziergang zu genießen, gefolgt von einem Konzertbesuch. Stürmischen Applaus erntete das KSE für die originell dargebrachte Pantomime. „Ihr habt uns einen Spiegel vorgehalten“, so OB Eschenbacher und befand: „Man hat gesehen, dass bei uns viel los ist, es aber auch noch Lücken gibt“.

Der Kulturempfang 2016 in 78 Bildern - hier geht´s zur Bildergalerie.

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