Fitnessplan für die City

Das Foto zeigt prachtvolle Barockfassaden in der Freisinger Altstadt.
Prachtvolle Fassaden in der Freisinger Altstadt (Fotos: MASELL)
Das Foto zeigt prachtvoll blühende Kletterrosen in einer der malerischen Gassen.
Gassen mit malerischem Charakter

Fassaden aus dem Mittelalter und der Barockzeit flankieren die Hauptstraße und bilden die malerische Kulisse für einen Altstadtbummel. Nebengassen mit pittoreskem Charakter laden zum Verweilen ein. Das historische Freisinger Zentrum übt auf Besucherinnen und Besucher einen faszinierenden Reiz aus. Die Innenstadt ist mehr als ein Geschäfts- und Konsumort. Sie ist Herz und Seele der Stadt.

Im Jahr 2009 hat der Stadtrat Freising ein zukunftsweisendes Projekt für eine nachhaltige Aufwertung und Belebung des Zentrums gestartet. Finanzielle Unterstützung erhielt die Stadt dabei im Rahmen des Förderprogramms „Leben findet Innenstadt“.Ziel: Die City soll in ihrer Funktion als Einkaufs-, Wirtschafts- und Erlebniszentrum, als attraktiver Lebensraum dauerhaft gestärkt werden.

Von Beginn an wurden Eigentümer, Wirtschaftsvertreter und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Prozess eingebunden. Dieser intensive und transparent gestaltete Meinungsaustausch mit beauftragten Planern, Stadtrat und Stadtverwaltung hat sich als ausgesprochen fruchtbar erwiesen und wird auch in Zukunft fortgesetzt.

Zentrale Handlungsfelder

Das Foto zeigt viele Menschen in der belebten Unteren Hauptstraße.
Die Neugestaltung der City bringt ein spürbares Mehr an Lebensqualität, Anziehungskraft und Wohlfühlambiente.
Das Foto zeigt den Grünen Wochenmarkt.
Der Grüne Markt ist beliebt bei Besucherinnen und Besucher aus nah und fern.

Im Mai 2011 hat der Stadtrat ein Paket mit 23 Einzelmaßnahmen geschnürt. Zwei Projekte genießen dabei bis heute höchste Priorität: die Neugestaltung der Hauptstraße mit den Seitengassen, einschließlich Öffnung der Moosach in der Oberen Hauptstraße, sowie der Umbau der Innenstadtzugänge.

Das Anliegen: Die Neugestaltung soll dem historischen Charakter der Altstadt ebenso wie den Anforderungen an ein modernes Handelszentrum gerecht werden. Ein niveaugleicher Ausbau von Straßen und Plätzen soll eine vielfältige Nutzung für Feste, Märkte oder Konzertveranstaltungen ermöglichen und zu einem längeren Aufenthalt animieren. Die bislang überdeckte Stadtmoosach soll als erlebbares Gewässer den Innenstadt-Besuch bereichern. Unnötiger Durchgangsverkehr soll aus der Innenstadt verbannt werden (jüngsten Zählungen zufolge handelt es sich um mehr als die Hälfte der Fahrten).

Der Wettbewerb: Mit diesen zentralen Aufgabenstellungen lobte die Stadt europaweit einen Architektenwettbewerb aus. Der im Jahr 2013 gekürte Siegerentwurf kommt vom Landschaftsarchitekturbüro "ST raum a." aus Berlin, das auch mit der Detailplanung und Umsetzung betraut worden ist. 

Flanieren auf höhengleich ausgebauten Straßen ohne Durchgangsverkehr

Hauptstraße, Marienplatz und einige Nebengassen erhalten ein niveaugleiches Pflaster aus Granitsteinen, die Bordsteine verschwinden und die Innenstadt wird somit barrierefrei. Zusätzlich wird der Verkehr in der City neu geregelt, um den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Zwischen den Einmündungen der Amtsgerichtsgasse und Bahnhofstraße sowie im südlichen Bereich der Ziegelgasse entsteht eine Fußgängerzone. "Schaufahrten" und der "Abkürzungsverkehr" durch die Altstadt werden so erschwert, nur Radfahrer und Stadtbusse dürfen diese autofreie Kernzone befahren sowie der Lieferverkehr zu festgesetzten Zeiten. Alle anderen Straßen in der Altstadt werden zur verkehrsberuhigten Zone, es gilt Schrittgeschwindigkeit. Im Zentrum entfallen Parkplätze und Haltebuchten - und in der Konsequenz  auch der Parksuchverkehr, so dass die Besucherinnen und Besucher entspannt durch die Altstadt flanieren können.

Alle weiteren Infos mit den Entwürfen für die jeweiligen Straßen und Gassen auf unserer eigenen Webpräsenz zur Innenstadt unter https://innenstadt.freising.de/umsetzung.html. Diese Plattform informiert auch über die jeweiligen Bauabschnitte sowie über die vorgesehenen Bauzeiten.

Die offen fließende Moosach als belebendes Element

Illustration der Moosachöffnung, Stand 2017 (Plan ST raum a., Animation Render-Manufaktur GbR).
Illustration der Moosachöffnung, Stand 2017 (Plan ST raum a., Animation Render-Manufaktur GbR).

Gemütlich entlang der Moosach inmitten der historischen Altstadt flanieren, auf den Sitzstufen ein Eis schlecken, die Füße im Wasser baden: In einigen Jahren werden die Freisingerinnen und Freisinger das plätschernde Gewässer genießen können.

Der Weg dorthin erfordert komplizierte Vorbereitungen sowie Abstimmungsgespräche, weil bei einem Eingriff in ein Gewässer ein Planfeststellungsverfahren vorgeschrieben ist. Im Frühjahr 2017 wurden die Unterlagen beim Landratsamt Freising eingereicht, etwa ein Jahr dauert der Genehmigungsprozess. Weil dann noch Spartenarbeiten und die Verlegung des geplanten Wärmenetzes folgen, wird es mit dem "Ingenieurbauwerk Mossach" im Frühjahr 2019 losgehen - 2020 wird man das offen fließende Gewässer genießen können.

Ein elementares Thema für die Moosachöffnung ist der Brandschutz, denn für Feuerwehreinsätze muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Entschieden hat man sich dafür, das Bachbett an einigen Stellen geringfügig näher an die Ladenzeile zu rücken, was ein Anleitern über die Moosach hinweg ermöglicht. Im westlichen Abschnitt bleibt der Bachlauf aus Brandschutzgründen weiterhin abgedeckt.

Inszenierung der Zugänge zur Altstadt

Die Illustration zeigt den Entwurf für den Stadteingang an der Karlwirtkreuzung, ehemals Veitstor, bei Nacht.
Entwurf des Stadteingangs an der Karlwirtkreuzung, ehemals Veitstor, bei Nacht (Plangrundlage ST raum a., Illustration Render-Manufaktur GbR)

Historische Spuren, modern interpretiert. Für die Stadteingänge liegen inspirierende Ideen vor. Drei Leitmotive kommen zum Tragen, die den Übergang vom belebten Straßennetz in die verkehrsberuhigte Altstadt sicht- und spürbar werden lassen: Licht, historische Spuren und eine Schwelle.

Die insgesamt sieben Zugänge in die Altstadt sollen erkennbar akzentuiert und gleichzeitig die Rolle der früheren historischen Merkzeichen - Veitstor, Ziegeltor, Landshuter Tor, Isartor und Münchener Tor - hervorgehoben werden. Der Entwurf sieht vor, an allen Altstadtzufahrten einen breiten Naturbordstein als optische "Schwelle" einzubauen. Weiterhin sollen die fünf ehemaligen Stadttore durch Intarsien im Boden markiert werden. Als Information über die historischen Portale sind hochwertig gestaltete Tafeln beabsichtigt. Als wiedererkennbares Element an den Stadteingängen könnte eine Leuchtstelen-Reihe mit schlanken, hohen Lampen dienen. Momentan wird überprüft, ob der Konzeptvorschlag gleichermaßen an allen Zugängen realisierbar ist.

Weitere Planungen

Die Illustration zeigt den einladend gestalteten Innenhof des Asamgebäudes nach der Sanierung.
Für die Sanierung des Asamgebäudes - hier der Innenhof - liegen ansprechende Pläne vor. (Illustrationen: Architekten Willmann & Mang, Visualisierung Jonas Bloch)
Die Illustration zeigt, wie das neue Foyer für den Theatersaal aussehen könnte.
So könnte das neue Foyer für den Theatersaal aussehen.

Die Stadt Freising beschäftigt sich im Zuge der Innenstadtkonzeption mit weiteren Projekten bzw. Themen, deren Planung und Umsetzung vorangetrieben wird, so z.B.

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