Bedrohung für Freisings Zukunft

Stadt kämpft für Menschen, Natur und Entwicklungsperspektiven

Beim Kampf gegen die Flughafenerweiterung geht es für die Große Kreisstadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner um viel: Die Entwicklungsperspektiven der Stadt würden enorm beschränkt –  der Bannwald im Norden Freisings, das Schutzgebiet Freisinger Moos und die Hochschuleinrichtungen im Westen sowie der Flughafen im Süden stellen bereits heute unüberwindbare Barrieren dar. Gleichzeitig wären wichtige, wertvolle Bauflächen wegen des zu erwartenden Fluglärms tabu – die herrschende Wohnraumknappheit würde sich noch verschärfen.

Die Karte aus dem Stadtentwicklungsplan zeigt die Auswirkungen der dritten Startbahn auf Freisings Stadtgebiet (Plan: Steger & Partner GmbH)
Die Karte zeigt die Auswirkungen der 3. Startbahn auf Freisings Stadtgebiet (Plan: Steger & Partner GmbH)

Enormer Wertverlust bei Grundstücken

Das Bild zeigt, wie nah der Flughafen vor Freisings Haustür liegt - aufgenommen von Weihenstephan aus.
Direkt vor Freisings Haustür: Blick auf den Flughafen von Weihenstephan aus. (Foto: MASELL)

Immobilien werden an Wert verlieren. Diese Konsequenz wird von der Flughafen München GmbH (FMG) heruntergespielt – aus gutem Grund: Sie muss ab Verlusten von 20 Prozent Schadensersatz leisten, alles darunter hat der Grundstücksbesitzer hinzunehmen. Volle Entschädigung sollen demnach nur Eigentümer innerhalb eines 420 Meter breiten Korridors in Attaching erhalten. Außerhalb dieses „Übernahmegebiets“ geht die FMG von einer Wertminderung von höchstens 15 Prozent aus – eine Berechnung, die von der Stadt Freising scharf kritisiert wird. Die Grundstückspreise in Attaching, Lerchenfeld, Pulling und auch in Vötting werden stärker fallen – zumal seit Bekanntwerden der Startbahnplanung der Markt an Grundstücksgeschäften in einigen Bereichen der Stadt praktisch zusammengebrochen ist.

Besonders schwer wiegt allerdings der Verlust an Lebensqualität durch Lärm, Feinstaub und Abgase.

Teile Freisings werden unbewohnbar

Das von der Stadt Freising am 20. Juni 2015 aufgenommene Foto zeigt ein Plakat am Sportplatz in Attaching mit der Aufschrift "Papa: Wo spielen wir, wenn die 3. Startbahn kommt?"
Plakat in Attaching am Rande des Sportplatzes (Foto: Stadt Freising)

Die Pullinger, heute bereits schwer vom Flugbetrieb belastet, müssten noch mehr Lärm ertragen. Am härtesten wäre aber Attaching betroffen: Mitten durch den Ort würde eine Schneise geschlagen, in der mit einem erwarteten Dauerschallpegel von 70 Dezibel und tiefen Überflügen ein menschenwürdiges Leben unmöglich wird. Was geschieht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, wenn sie ihre Heimat verlassen müssen? Was geschieht mit Attaching, was bleibt von der Dorfgemeinschaft? Die Stadt hat im Prozess vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof nachdrücklich davor gewarnt, dass die Ortschaft völlig zerstört würde. FMG und Gericht halten dies für hinnehmbar – im Juristendeutsch „nicht entscheidungserheblich“.

Die Stadt Freising wird im politischen Kampf nicht nachlassen gegen die unseligen Flughafenpläne zu Lasten von Natur und Umwelt, zu Lasten der Steuerzahler und vor allem zu Lasten der Freisinger Bevölkerung.

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