Die kommunalen Steuern

Hier auf der Seite informieren wir Sie über die aktuellen Hebesätze, die Gewerbesteuer (mit Steuerterminen), über Abfallgebühren und Grundsteuer, die Zweitwohnungssteuer sowie die Hundesteuer.   

Steuern gehören zu den Haupteinnahmequellen einer Kommune. Über den kommunalen Finanzausgleich des jeweiligen Bundeslandes ist sie beispielsweise an dem Einkommenssteuer- und Umsatzsteueraufkommen beteiligt. Wichtiger sind jedoch die Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer, da das Steueraufkommen aus diesen beiden Steuerarten der Kommune voll zugute kommt und sie die Höhe der Einnahmen über die Hebesätze eigenständig beeinflussen kann. Daneben hat die Kommune in kleinerem Umfang die Möglichkeit, selber örtliche Steuern durch Aufstellung einer entsprechenden Satzung zu erheben, wie bei der Hundesteuer und der Zweitwohnungsteuer geschehen.


Aktuelle Hebesätze

Die aktuellen Hebesätze im Gemeindegebiet der Stadt Freising sowie die durchschnittlichen Hebesätze in Oberbayern können der folgenden Tabelle entnommen werden: 

Steuerart

Stadt Freising

Grundsteuer A

350

Grundsteuer B

360

Gewerbesteuer

380

Der Gewerbesteuerhebesatz liegt seit dem Jahr 1993 gleich bleibend bei 380% und ermöglicht durch diese Konstanz ortsansässigen Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit.

Die Grundsteuerhebesätze wurden 2016 um jeweils 40 Punkte angehoben, nachdem sie seit 2009 nicht mehr erhöht wurden. Sie liegen damit im Durchschnitt von Oberbayern.

Informationen zur Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist für die Gemeinden eine der Haupteinnahmequellen und neben der Grundsteuer die Steuer, welche direkt den Kommunen zukommt (kommunale Steuer). Sie wird als Gewerbeertragssteuer auf die Ertragskraft eines Gewerbebetriebes erhoben. Besteuerungsgrundlage ist der Gewerbeertrag, von dem ausgehend das zuständige Finanzamt den Gewerbesteuermessbetrag ermittelt. Diesen gibt das Finanzamt an die jeweilige Kommune weiter, welche den Gewerbesteuermessbetrag mit dem von ihr festgelegten Hebesatz multipliziert und daraus die an die Gemeinde zu entrichtende Gewerbesteuer errechnet.

Grundsätzlich können die Kommunen ihren Hebesatz frei festlegen, aber seit dem Jahr 2004 muss der Hebesatz mindestens 200% betragen. Dies soll verhindern, dass sich in Deutschland vereinzelt Steueroasen bilden, denn durch die Festsetzung der Hebesatzhöhe lässt sich Wettbewerbs- und Standortpolitik betreiben. Schließlich fördert ein niedriger Hebesatz die Ansiedlung von Unternehmen. Allerdings verringern sich dadurch mitunter die Einnahmen aus der Gewerbesteuer für den öffentlichen Haushalt.

Hebesatz

Der aktuelle Hebesatz für das Gemeindegebiet der Stadt Freising beträgt 380%.

Steuertermine

Eine Vorauszahlung auf die Gewerbesteuer erfolgt pro Quartal jeweils zum:

  • 15. Februar
  • 15. Mai
  • 15. August
  • 15. November 

Abfallgebühren und Grundsteuer

Am 01. Januar 2016 ist die neue Gebührensatzung für die öffentliche Abfallentsorgung des Landkreises Freising in Kraft getreten. Der Stadtrat hat zum gleichen Zeitpunkt die Hebesätze der Grundsteuer A und B in der Stadt Freising neu festgelegt. 

Abfalltonnen

Jahresgebühr 

Restmülltonne 120 l

140,40 €

Restmülltonne 240 l

280,80 €

Restmüllcontainer 1,1 m³ (Leihbehälter)

1.287,00 €

Restmüllcontainer 1,1 m³ (Eigentumsbehälter)

1.234,92 €

Biotonne 120 l

66,60 €

Biotonne 240 l

133,20 €

Grundsteuerhebesätze A und B

    

a) für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (A)    

350

b) für alle anderen Grundstücke (B)

360

Die Grundabgaben sind zu den im Bescheid genannten Terminen zu entrichten.

Um den Bürger*innen die Bezahlung der Steuern und Gebühren zu erleichtern, kann eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftformular) auf der Homepage der Stadt Freising heruntergeladen werden: SEPA-Lastschriftmandat. Die Bürger*innen, die bereits ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, müssen nichts veranlassen.

Grundlegende Informationen zur Grundsteuer

Die Grundsteuer wird von den Gemeinden auf Grundstückseigentum erhoben und zählt zu den Gemeindesteuern.
Unterschieden wird zwischen der Grundsteuer A (agrarisch), welche auf land- und forstwirtschaftliches Grundvermögen erhoben wird, und der Grundsteuer B (baulich) auf alle übrigen bebauten und bebaubaren Grundstücke.

Die Höhe der Grundsteuer wird für jedes Grundstück wie folgt bestimmt:

Zunächst ermittelt das zuständige Finanzamt den Einheitswert des Grundstücks. Dieser Einheitswert wird alle 6 Jahre nach den Regelungen des Bewertungsgesetzes neu festgestellt und bildet die Grundlage für die Berechnung verschiedener Steuerarten, so z. B. auch für die Festsetzung der Grundsteuer.

Durch Multiplikation des Einheitswertes mit der Steuermesszahl errechnet das Finanzamt anschließend den Grundsteuermessbetrag. Die Steuermesszahl ist dabei je nach Grundstücksart verschieden und im Grundsteuergesetz fest vorgegeben. Beispielsweise beträgt sie für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke 0,6%.

Nach Ermittlung des Grundsteuermessbetrages erlässt das Finanzamt einen Grundsteuermessbescheid, wobei die Gemeinde, in welchem Hoheitsgebiet sich das Grundstück befindet, eine Kopie des Bescheids erhält. Die Gemeinde erhebt daraufhin die Grundsteuer, indem der Grundsteuermessbetrag mit dem individuellen Hebesatz der Gemeinde multipliziert wird.

Als Einnahmequelle hat die Grundsteuer eine vergleichsweise geringere Bedeutung als die Gewerbesteuer, da ihr Steueraufkommen niedriger ist. Da sie aber aufgrund geringerer Schwankungen in ihrer Höhe konstant planbar ist, spielt sie für die Haushaltsplanung eine wichtige Rolle.

Gebühren für Hausabgaben

Wie viele andere Gemeinden erhebt die Stadt Freising gleichzeitig mit der Grundsteuer die von den Grundstückseigentümer*innen zu entrichtenden Benutzungsgebühren. Dies betrifft die Gebühren für die Abfallbeseitigung und Straßenreinigung.

Zweitwohnungsteuer

Die Zweitwohnungsteuer ist eine kommunale Aufwandsteuer, welche von der Gemeinde erhoben wird. Besteuert wird dabei die Innehabung einer weiteren Wohnung neben dem Hauptwohnsitz.  Die Bemessungsgrundlage der Steuererhebung ist die Jahresnettokaltmiete, welche bei der Stadt Freising mit 10% besteuert wird.

Die Zweitwohnungsteuer ist jährlich jeweils zum 01.06. für das laufende Jahr zu entrichten. Für Personen, deren Einkünfte einen bestimmten Betrag - derzeit 29.000 € bei Ledigen bzw. 37.000 € bei Verheirateten -  nicht übersteigen, besteht die Möglichkeit, sich durch entsprechende Antragstellung von der Steuerzahlung zu befreien. Zu beachten ist, dass die Steuerbefreiung jeweils nur für das Antragsjahr ausgesprochen wird, sodass der Befreiungsantrag jährlich neu zu stellen ist.

Der Befreiungsantrag für das Jahr 2019 steht hier zum Ausfüllen am PC und speichern bereit.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt zur Zweitwohnungsteuer oder der Satzung zur Zweitwohnungsteuer.

Hundesteuer

Die Hundesteuer gehört zu den örtlichen Aufwandsteuern und wird von der Gemeinde erhoben. Sie beträgt im Gemeindegebiet der Stadt Freising für den ersten Hund 40 € , für den zweiten 60 € und für den dritten und jeden weiteren Hund 80 € jährlich. Davon abweichend ist für Kampfhunde bis zur Erteilung eines erforderlichen Negativzeugnisses eine Steuer in Höhe von 600 € zu entrichten.

Das Formular zur Anmeldung Ihres Hundes steht auf diesen Internetseiten zum Herunterladen zur Verfügung. Ebenfalls können Sie hier das Formular zur Abmeldung herunterladen.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt zur Hundesteuer sowie der Satzung zur Hundesteuer.

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