Verstärkte Maßnahmen bei Geflügelhaltung

Landratsamt Freising erlässt Allgemeinverfügung zur Vogelgrippe

Schon seit Ende Oktober 2020 treten in vielen Bundesländern bei Wasser- und Greifvögeln Erreger der hoch ansteckenden Geflügelpest (Vogelgrippe/ Aviären Influenza (HPAI)) auf. Auch in Bayern sind derzeit vier Landkreise (Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, Haßberge) mit dem Nachweis in Wildvögeln betroffen. Darüber hinaus hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 29. Januar 2021 einen einzelnen Vogelgrippeausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 20 Hühnern im Landkreis Bayreuth bestätigt.

In einer ab Donnerstag, 4. Februar, gültigen Allgemeinverfügung ordnet das Landratsamt Freising nun unter anderem verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen an: "Denn nur durch konsequenten Kleider- und Schuhwechsel, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, Sicherung gegen unbefugtes Betreten der Haltungen sowie Unterbindung des Kontaktes zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln, können die Einschleppung des Erregers und die daraus resultierend erforderlichen Maßnahmen (u.a. Tötung des Bestandes, Stallpflicht) verhindert werden. Wegen des aktuellen Risikos gelten die Vorgaben nun für alle Geflügelhalter."

Auf Stallpflicht vorbereiten
In diesem Zusammenhang bittet das Veterinäramt Freising alle (Hobby-)Geflügelhalter*innen, sich auf eine zukünftige Stallpflicht vorzubereiten: "Bereits jetzt ist darauf zu achten, dass ein Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln nachhaltig unterbunden wird. Eine Volierenhaltung wird gestattet, wenn der Auslauf mit einer für Wildvögel aller Art unüberwindbaren Barriere wie beispielsweise einem engmaschigen Zaun eingefasst und durch eine geschlossene, dichte Dachkonstruktion gesichert ist."

Geflügelhaltungen melden
Vorsorglich fordert das Veterinäramt nochmals alle Geflügelhalter*innen –auch Kleinstbestände – auf, ihre Tierhaltungen beim Landwirtschafts- und Veterinäramt sowie bei der Bayerischen Tierseuchenkasse anzumelden. Wer (Hobby-)Geflügelhalter*in ist, seine Tierhaltung jedoch bislang noch nicht beim Veterinär- bzw. Landwirtschaftsamt angezeigt hat, muss das umgehend nachholen: "Bitte geben Sie dazu unter Telefon 08161/600-123 oder per E-Mail an veterinaeramt@kreis-fs.de Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere an. Auch Kleinsthaltungen sind unbedingt zu melden."

Weitere Hinweise
Das Veterinäramt weist zudem auf Folgendes hin: "Ausstellungen, Märkte und Schauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel und gehaltene Vögel anderer Arten als Geflügel verkauft, gehandelt oder zur Schau gestellt werden, sind weiterhin verboten. Außerdem gilt für Wildvögel im Sinne der Geflügelpest-Verordnung (Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel) ein allgemeines Fütterungsverbot."

Ein Merkblatt mit Sicherheitsmaßnahmen speziell für Geflügelhalter ist auf der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) abrufbar. Darüber hinaus finden sich dort weitere aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern.

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