Unterhaltsam, niveauvoll und gesellschaftlich hochaktuell

Die Theatersaison 2019/20 beeindruckt mit einem ambitionierten Spielplan und bekannten Stars

Wie üblich bietet die Theatersaison 2019/20 des Kulturamtes Freising in der Luitpoldhalle eine unterhaltsame Mischung aus Schauspiel, buntem Boulevard und Komödien mit Tiefgang. Interessenten können sich ihre Lieblingsplätze bis 14. August 2019 mit der Buchung eines übertragbaren Abonnements mit Stammplatzgarantie sichern direkt im Kulturamt Freising, Luitpoldstraße 1 a (gleich gegenüber der Luitpoldhalle!), Tel. 0 81 61/54-4 41 22, Fax 0 81 61/54-5 41 01, E-Mail sebastian.puff@freising.de (Servicezeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags zusätzlich von 14 bis 17.30 Uhr). Der freie Verkauf der Theaterkarten beginnt dann zentral am 17. August 2019 in der Touristinformation und im Internet unter http://tickets.vibus.de.

Bei einem Pressegespräch Anfang Juli mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und Kulturreferent Dr. Hubert Hierl gab Kulturamtsleiter Adolf Gumberger einen verheißungsvollen Einblick in die kommende Spielzeit: Mit „Die Physiker“ von Dürrenmatt und „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller gibt es zwei Klassiker, die gesellschaftlich hochaktuell sind. Die Komödie „Die Niere“ wirft die Frage auf, wie weit zu gehen man für einen geliebten Menschen bereit ist – Autor Stefan Vögel verheißt Antworten, die ans Herz gehen.

Das Schauspiel „Wunschkinder“ thematisiert die widerstrebenden Vorstellungen von Eltern und ihren erwachsen werdenden Kindern, die Komödie „Schtonk!“ bringt den Filmklassiker von Helmut Dietl über die gefälschten Hitler-Tagebücher auf die Theaterbühne; die Geschichte des bislang größten deutschen Medienskandals ist in Zeiten von „Fake News“ und „alternativen Fakten“ relevanter denn je. „Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ ist ebenfalls eine Film-Adaption und eine gelungene Lektion in Toleranz und Menschenwürde. „Vier Stern Stunden“ lebt das Genre der klassischen Bühnenkomödie, „Bis zum Horizont, dann links!“ thematisiert Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter auf leichte und humorvolle Weise. Romantisch wird es schließlich bei „Die Tanzstunde“, in der sich ein jeden Körperkontakt verabscheuender Professor und eine am Bein verletzte Tänzerin trotz aller Unterschiede annähern, und in „Nathalie küsst“, der Theateradaption des Erfolgsromans von David Foenkinos über eine unverhoffte, zweite große Liebe. Die kommende Saison führt Stars wie Helmut Zierl, Michel Guillaume, Ursula Buschhorn, Janina Hartwig, Günther Maria Halmer oder Dominic Raacke in die Domstadt.

In der vergangenen Theatersaison hat sich die Luitpoldhalle abermals als Theaterspielstätte überzeugend bewährt. Hier haben arriviertes Tournee-Theater und Freisings anspruchsvolles Publikum bis zum Ende der Generalsanierung des Asamgebäudes eine Heimat gefunden – und können großes Theater in der eigens geschaffenen Raum-in-Raum-Lösung genießen. Vor allem die durch Vorhänge und die Lichtstimmung geschaffene Atmosphäre und die Vorteile der neuen Bestuhlung mit mehr Sitzerhöhungen sorgen für ein großartiges Theatererlebnis. Die Halle ist behindertengerecht und kann ebenerdig betreten werden. Ausreichend Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.

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