Pandemiebedingte Wartezeit im Bürgerbüro

Steigende Nachfrage mit sinkender Inzidenz

Im Bürgerbüro, zuständig u.a. für Pass- und Ausweisangelegenheiten, kommt es bei der Terminvereinbarung aktuell zu Wartezeiten von bis zu vier Wochen. Grund: Mit sinkender Inzidenz steigt die Nachfrage auch durch Bürger*innen, deren Papiere während der Pandemie abgelaufen sind und die Behördenbesuche aufgeschoben haben, um bei extrem hohen Fallzahlen keine unnötigen gesundheitlichen Risiken einzugehen. Mit der weit überdurchschnittlichen Nachfrage und der weiter dringend gebotenen Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln kommt es damit bei der Terminvergabe jetzt zu Wartezeiten.

Referatsleiterin Dr. Hanna Sammüller-Gradl und  Michael Eberwein, Leiter des Bürgerbüros, sind nicht nur froh, dass sich die Situation in Freising dennoch deutlich entspannter darstellt als im bundesweiten Vergleich. Vor wenigen Tagen (18. Juni) hatte das ZDF von Wartezeiten von bis zu zwei Monaten berichtet.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher richten sie auch einen ausdrücklichen Dank an das Team des Bürgerbüros, das auch in den Hochzeiten der Pandemie seinen Dienst aufgrund der hohen Bedeutung gültiger Ausweispapiere konsequent versehen hat: Dank der damit krisenerprobten Online-Terminvergabe konnten Antragsteller*innen ohne Scheu vor Menschenansammlungen und Wartezeiten in geschlossenen Räumen jederzeit ihre Anliegen im Bürgerbüro abwickeln.

Insgesamt sind im Bürgerbüro 15 Kolleg*innen in Wechselschicht tätig und dabei mit allen anfallenden Aufgaben auch über das Pass- und Ausweiswesen hinaus beschäftigt. Im Pandemie-Jahr 2020 wurden insgesamt 21.863 Bürger*innen bedient, 23 Prozent weniger als 2019 (28.433 Personen). "Die Beschäftigten nahmen den Auftrag einer Verwaltung als Dienstleister sehr ernst!", sagt Dr. Sammüller-Gradl und unterstreicht: "Die Arbeit im Bürgerbüro ist nicht im Homeoffice machbar, so dass die Kolleginnen und Kollegen trotz Home-Schooling, Kita-Schließung und den Risiken für ihre eigene Gesundheit durchgehend die systemrelevante Arbeit als Meldebehörde gewährleistet haben. Ganz nebenbei haben sie als Wahlamt auch noch die Kommunalwahl unter Pandemiebedingungen organisiert. Dafür haben sie unsere volle Wertschätzung, unsere Anerkennung und unseren Dank verdient."

Die Arbeit im Bürgerbüro ist nicht im Homeoffice machbar, so dass die Kolleginnen und Kollegen trotz Home-Schooling, Kita-Schließung und den Risiken für ihre eigene Gesundheit durchgehend die systemrelevante Arbeit als Meldebehörde gewährleistet haben.
(Referatsleiterin Dr. Hanna Sammüller-Gradl)

Neben pandemiebedingten 31 Tagen reinem Notdienst ausschließlich für dringende Angelegenheiten (23. März bis 17. April 2020; 16. Dezember 2020 bis 08. Januar 2021) "lief" das Bürgerbüro durchgehend im normalen Betrieb mit einem Terminvorlauf von maximal zwei Wochen in der Zeit von 01. August bis 31. Oktober 2020, als monatlich jeweils rund 650 Dokumente ausgestellt wurden. Während des angeordneten Notbetriebes waren es 42. "Die Kolleginnen und Kollegen waren zuverlässig zur Stelle, ohne Ansehen möglicher eigener Gesundheitsgefährdung! Wie alle berufstätigen Eltern waren sie zudem häufig mit der Organisation der Betreuung ihrer Kinder gefordert, als  Kitas und Schulen geschlossen waren", unterstreicht auch Eberwein.

Dass der Betrieb durchgehend aufrechterhalten werden konnte, verbessert jetzt die Situation. Freilich kann das Bürgerbüro den Antragsstau derjenigen, die ihre ablaufenden oder bereits abgelaufenen Papiere mit sinkenden Inzidenzwerten und steigender Impfquote jetzt möglichst rasch erneuern wollen, unter Einhaltung der Hygieneauflagen nicht ohne Wartezeiten beheben.

Im Durchschnitt werden im Freisinger Bürgerbüro pro Jahr ca. 8000 hoheitliche Dokumente (Personalausweise, vorläufige Personalausweise, Reisepässe, vorläufige Reisepässe und Kinderreisepässe) ausgestellt. Im Pandemiejahr 2020 waren es 6800, also rund 15 Prozent weniger.

Verschaffen Sie sich auf unserer Webseite einen Überblick über das (Online-)Angebot des Bürgerbüros.

Nach oben