Neujahrsempfang der TUM School of Life Sciences

Ausblick auf die Forschung der Zukunft

Zuversichtlich blickt die School of Life Sciences der Technischen Universität München (TUM) auf das kommende Jahr. Beim traditionellen Neujahrsempfang in Weihenstephan trafen sich Mitglieder, Emeriti und Unterstützerinnen und Unterstützer der Universität. Prof. Ingrid Kögel-Knabner, Dekanin der TUM School of Life Sciences, begrüßte Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher auf dem TUM-Campus und blickte auf die Erfolge des vergangenen Jahres zurück. Für die Zukunft kündigte die School eine verstärkte Fokussierung auf die Gesundheitsforschung für Mensch und Tier an.

„Die TUM School of Life Sciences hat eine grundlegende Strukturreform absolviert“, betonte Prof. Kögel-Knabner gleich zu Beginn ihres Grußwortes. Als erste von sieben Schools der TUM startete die TUM School of Life Sciences 2020 in Weihenstephan. Die bestehenden Fakultäten gingen dabei in drei Forschungsdepartments auf. Mittlerweile beheimatet die TUM School of Life Sciences alleine im Bereich der biomolekularen Grundlagen 41 Professuren, 34 Professuren erforschen Systeme im Forst- und Agrarbereich und weitere 16 Professuren verbinden Ingenieurswissenschaften mit biologischen Systemen. „Mit dieser Konzentration auf die Forschungsbereiche kann sich die School of Life Sciences im nationalen sowie im internationalen Vergleich mit anderen Universitäten sehr gut behaupten“, freute sich Dekanin Kögel-Knabner.

Spitzenplätze und Auszeichnungen für Lehrende in Weihenstephan
Exzellente Wissenschaft ist in Weihenstephan zu Hause: Vor allem im Bereich der Agrar- und Forstwissenschaften belegt die School stets Spitzenplätze bei internationalen Hochschulrankings. Bezeichnend hierfür sind auch die vielen Preise mit denen die Freisinger Forschenden und Lehrenden im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurden. Dazu gehört beispielsweise der mit 10.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der Stadt Freising an Prof. Henriette Uhlenhaut, die Max-Schönleutner Medaille an Prof. Kurt-Jürgen Hülsbergen und der Heinz Maier-Leibnitz Preis für Prof. Julijana Gjorgjieva. 

Nachhaltiger Uni-Campus
In der universitären Forschung spielt das Thema Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels verstärkte die TUM School of Life Sciences ihre Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus in Weihenstephan. So ist das Green Office Weihenstephan eine wichtige Vernetzungsplattform: Mitarbeiter*innen und Studierende kommen zusammen und sammeln Ideen. Gemeinsam gestartete Projekte bringen mehr Nachhaltigkeit auf den TUM-Campus wie mit Tauschbörsen für Kleidung, Bücher oder Pflanzen.

Zentrum für Integrierte Infektionsprävention: Baubeginn steht bevor
Die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen rückt in den Fokus der Forschung der TUM School of Life Sciences. So steht der Spatenstich des Zentrums für Integrierte Infektionsprävention voraussichtlich im Sommer 2023 an. Das Zentrum vereint Kompetenzen zur Entwicklung innovativer Strategien in den Bereichen Prävention, Bekämpfung und Verhinderung der Verbreitung von resistenten Krankheitserregern bei Menschen und Nutztieren.

Hier wird an resistenten Bakterienstämmen geforscht, um den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung weitgehend zu vermeiden, bestehende Infektionen besser zu kontrollieren und Übertragungswege zwischen Tier und Mensch zu unterbinden. „Speziell für diesen Forschungsbereich haben wir Professor*innen neu an unsere Universität geholt, die ganz spezifisch in diesen Bereichen forschen werden“, bekräftigte Kögel-Knabner.

Neuberufene Professorinnen und Professoren
Mit vielen Neuberufungen verjüngt sich das Professor*innen-Kollegium und ermöglicht eine strategische Planung, welche Forschungsschwerpunkte zukünftig besetzt werden wollen. In den kommenden Jahren werden einige Professor*innen ausscheiden. „Da wird es einen Umbruch geben“, kündigte Kögel-Knabner an.

Bereits im Jahr 2022 konnten insgesamt zehn neue Professor*innen für die School gewonnen werden. Prof. Liebl, Prodekan der School, bat die Neuberufenen beim Neujahrsempfang zu einer kurzen Vorstellung auf die Bühne.

Neu sind dieses Jahr: Prof. Stephen Schrettl (Funktionsmaterialien für Lebensmittelverpackungen), Prof. Julijana Gjorgjieva (Computational Neuroscience), Prof. Mohsen Zare (Soil Biophysics and Environmental Systems), Prof. Marius Henkel (Cellular Agriculture), Prof. Li Deng (Prävention Mikrobieller Infektionskrankheiten), Friederike Ebner (Professur für Infection Pathogenesis), Prof. Petra Först (Food Process Engineering), Prof. Julia Steinhoff-Wagner (Tierernährung und Metabolismus) sowie die Zweitmitglieder Prof. Karsten Köhler (Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit) und Prof. Ferdinand Ludwig (Green Technologies in Landscape Architecture). 

In den Ruhestand verabschiedet wurden nach langjähriger Tätigkeit Prof. Michael Schemann (Lehrstuhl für Humanbiologie) und Prof. Wilhelm Windisch (Lehrstuhl für Tierernährung). Prof. Angelika Schnieke (Lehrstuhl für Biotechnologie der Nutztiere). Professorin Schnieke leistete von 2013 bis 2016 als Dekanin einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Universität in Freising und wird als TUM Emerita of Excellence auch weiterhin einen wertvollen Beitrag für die TUM leisten.

Preis für die besten Masterarbeiten
Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher freute sich über das gute und enge Miteinander von Stadt und Universität während der Corna-Pandemie. „Wir sind froh, eine solche Spitzen-Universität vor der Haustür zu haben – und ihre Türen sind regelmäßig weit geöffnet“, betonte Eschenbacher. Dabei verwies er auf Veranstaltungen, wie beispielsweise den Innovationstag Ernährung oder die Vortragsreihe TUM@Freising, bei der die Freisinger Bevölkerung regelmäßig eingeladen ist, sich direkt mit Forschenden der Universität auszutauschen. „Wir wollen Leben und Forschen in Freising noch besser verzahnen und Weihenstephan ist ein idealer Ort dafür“, betonte der Bürgermeister

Als Oberbürgermeister verlieh Eschenbacher auch in diesem Jahr die Preise für die jeweils besten Abschlussarbeiten der Master-Studierenden aus den sechs Fachbereichen der TUM School of Life Sciences. Alle Arbeiten wurden mit der Bestnote 1,0 bewertet.

Der Eschenbacher gratulierte den jungen Nachwuchswissenschaftler*innen mit einer persönlichen Laudatio und überreichte das Preisgeld in Höhe von 250 Euro. Preisträger der Stadt Freising sind im Studienjahr 2021/2022: Teresa Mittermair (Biowissenschaften), Vera Baron (Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung), Markus Stimmelmayer (Forstwissenschaften und Ressourcenmanagement), Lukas Hans (Brau- und Lebensmitteltechnologie), Teresa Hoiß (Agrar- und Gartenbauwissenschaften) sowie Alexander Wolf (Ernährungswissenschaften und Lebensmittelchemie).


In eigener Sache:
Als Universitätsstadt, die sich mit einem eigenen „Wissenschaftspreis Weihenstephan der Stadt Freising“ im Wissen um die großartigen Leistungen am Standort Freising auch selbst engagiert, weist Freising in loser Folge online auf Aktuelles aus Lehre und Forschung „made in Freising“ hin.

Gemeinsam mit der TUM School of Life Sciences  bietet die Stadt Freising die Veranstaltungsreihe „TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“ an, die regelmäßig für einen spannenden Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und der interessierten Bevölkerung sorgt.

Nach oben