Morbus Crohn mit maschinellem Lernen verstehen

Schwefelstoffwechsel für Betroffene äußerst wichtig

Komplexe Netzwerke von Bakterien und Metaboliten - im biologischen Stoffwechsel (Metabolismus) umgesetzte Substanzen - stellen biochemische Fingerabdrücke der Interaktionen zwischen Wirt und Darmmikroben dar. Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben gezeigt, dass diese Interaktionen bei Morbus Crohn-Patient*innen fehlgeleitete Immunreaktionen auslösen und funktionelle Veränderungen des Darms während des Auftretens eines Krankheitsschubs bewirken.

Morbus Crohn ist ein chronisch entzündlicher Zustand des Darms, dessen Ursache noch unbekannt ist. Die pharmakologische Behandlung der Krankheit beruht auf der Unterdrückung des Immunsystems durch unspezifische Medikamente und der Blockade von Entzündungsprozessen durch biologische Therapie.

Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass bestimmte Mikrobiom-Signaturen – also die Merkmale der Gesamtheit aller Mikroorganismen, die den menschlichen Darm besiedeln - mit Morbus Crohn verknüpft sind. Nun erforschten Wissenschaftler*innen der TUM, wie Veränderungen in der Struktur und Funktion von Darmmikroorganismen mit dem Krankheitsverlauf von Morbus Crohn und dem Risiko eines Rückfalls bei schwerer Erkrankung zusammenhängen.

Lesen Sie den gesamten Artikel zum Thema auf der Webseite der TU München.


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