Moosachöffnung in der Innenstadt beginnt

Überblick des Bauablaufs ab 11. Mai

Am Montag, 11. Mai 2020, ist offizieller Baubeginn für die Neugestaltung der Oberen Hauptstraße mit Moosachöffnung – nächstes großes Etappenziel auf dem Weg zur Neugestaltung der Freisinger Innenstadt als barrierearmes Begegnungszentrum, lebendiger Wirtschafts- und attraktiver Lebensraum.

Innenstadt-Zufahrt nur für absolut notwendigen Anlieger-/Anlieferverkehr
Mit Baubeginn wird die Obere Hauptstraße zur Sackgasse: Zu-/Abfahrt sind ab voraussichtlich 11.  Mai ausschließlich über die Bahnhofstraße möglich. Die Zu- und Abfahrt in die Innenstadt muss sich während der gesamten Bauzeit folglich auf den absolut notwendigen Anlieger- und Anlieferverkehr beschränken. Der fußläufige Zugang zu den Gebäuden und Geschäften ist über die gesamte Bauzeit sichergestellt, der Radfahr- und Fußgängerverkehr kann immer passieren. Radfahrer*innen müssen je nach Baustellenfortschritt im Bereich der Baustellen aus Sicherheitsgründen absteigen.

Das steht an
Im anstehenden Bauabschnitt wird der Straßenraum der Oberen Hauptstraße und der Bahnhofstraße von der Karlwirt-Kreuzung bis zum vormaligen Hotel "Zur Gred" barrierefrei und niveaugleich ausgebaut und zur Verbesserung des Gehkomforts als Bodenbelag das gleiche gestrahlte Natursteinpflaster wie in der Unteren Altstadt verwendet. Die Stadtmoosach wird im Hauptstraßen-Abschnitt zwischen Hirtlederergasse und Bahnhofstraße in vier Bereichen unterschiedlicher Größe auf insgesamt ca. 85 Metern Länge geöffnet. Breite Sitzstufen mit Holzauflagen und Treppenstufen begleiten den offenen Wasserlauf und verheißen ein ganz großes Plus an Lebensqualität. Die Bauzeit, das betont Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher in einer ausführlichen Anliegerinformation mit allen Details zur Baustellenabwicklung in der ersten Bauphase ausdrücklich, werde zweifellos fordernd. Insbesondere der Rückbau sowie der Neubau des Ingenieurbauwerks der Stadtmoosach sind komplexe und aufwendige Verfahren.

Herausforderungen, die nur gemeinsam zu meistern sind
"Es sind extreme Herausforderungen, denen wir in diesen Zeiten der Corona-Pandemie mit sehr viel Kraft, mit Mut und vor allem Zuversicht begegnen müssen", nimmt Eschenbacher Bezug auf die generelle aktuelle Situation. "Mit Beginn der großen Baumaßnahmen in der Oberen Altstadt kommen hier bei uns vorübergehend weitere, baustellenbedingte Einschränkungen hinzu, für die ich ausdrücklich um Verständnis bitte. In der Unteren Altstadt erleben und genießen wir bereits die großen Vorzüge des erfolgreichen Innenstadt-Umbaus. Mit der anstehenden Öffnung der Moosach und der barrierearmen Gestaltung auch der Oberen Hauptstraße nehmen wir jetzt das Herzstück der Baumaßnahmen in Angriff. Die Moosachöffnung ist das zentrale Element für eine nachhaltige Stärkung der Innenstadt als lebendiges, urbanes Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität. In unseren Zeiten des Klimawandels wird der offene Wasserlauf Hitzeperioden deutlich erträglicher gestalten."

Eschenbacher weiter: "Bei aller berechtigten Vorfreude auf die Qualitäten der geöffneten Moosach wissen wir, dass die Bauzeit anspruchsvoll und fordernd wird für die Anlieger*innen wie die Besucher*innen. Dass es während der Bauzeit zu unvermeidlichen und teils erheblichen Beeinträchtigungen kommt, wird sich nicht vermeiden lassen. Stadt und Baufirmen werden aber alles tun, um die Belastungen zu minimieren. Anstrengend, insbesondere für die Anlieger*innen, wird es leider in jedem Fall. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme werden wir auch diese Phase meistern. Meinen Dank für die zweifellos erforderliche Geduld verbinde ich mit der Bitte, den Betrieben und Unternehmen im Baustellenbereich auch während der Bauzeit die Treue zu halten. Freuen wir uns auf die Fertigstellung und stehen wir die fordernde Bauzeit gemeinsam durch!“ Die ausführliche Anliegerinformation, die an alle betroffenen Haushalte und Unternehmen verteilt wird, skizziert die geplante Baustellenabwicklung samt der baustellenbedingten Verkehrsführung bis zunächst in den August.

Obere Hauptstraße: Ab voraussichtlich 11. Mai keine Einfahrt mehr von Karlwirt-Kreuzung
Aufgrund der geplanten Pflasterarbeiten zwischen Karlwirt-Kreuzung und Sackgasse und der Bauarbeiten an der Stadtmoosach ist die Zufahrtin die Obere Hauptstraße von der Karlwirt-Kreuzung aus ab voraussichtlich Montag, 11. Mai 2020, nicht mehr möglich.

Anfahrt über Bahnhofstraße – Wechsel der Fahrtrichtung
Die Anfahrt erfolgt nur über die Bahnhofstraße, die mit Beginn der Änderung der Verkehrsführung die vorgeschriebene Fahrtrichtung wechselt. Die Ausfahrt wird ausschließlich über Schiedereck und Ziegelgasse möglich sein. Der überwiegende Teil der Oberen Hauptstraße wird somit zur Sackgasse mit äußerst eingeschränkten Ladebereichen und Wendemöglichkeiten.

Sackgasse
Für die Sackgasse wird eigens eine Ausweichzufahrt von der Johannisstraße aus erstellt.

Jägerwirtsgasse, Stieglbräugasse und Oberer Graben
Jägerwirts- und Stieglbräugasse werden durch die Sperrungen in der Oberen Hauptstraße nur noch über den Oberen Graben an- und abfahrbar sein.

So läuft’s ab
Zunächst werden vorbereitende Maßnahmen wie die Baustelleneinrichtung und die Erstellung einer Ausweichzufahrt in die Sackgasse durchgeführt. Im Anschluss muss dann eine aufwendige Wasserhaltung installiert werden, damit das Wasser der Moosach in einem Hochwasserfall um die Baustelle herumgeleitet werden kann. Die alltägliche Wasserführung der Moosach erfolgt später in einem Rohr durch die Baustelle.

Um die Baugrube vor dem Eindringen des Grundwassers zu schützen, werden Spundwände in den Boden eingebracht. An sensiblen Stellen werden spezielle bauwerksschonende Verfahren eingesetzt. Insgesamt werden so sechs Bauabschnitte mit einer Länge von ca. 25 bis 50 Metern gebildet, jeder Bauabschnitt wird ca. zwölf Wochen Bauzeit in Anspruch nehmen.

Der tatsächliche Baubeginn erfolgt im Einmündungsbereich der Sackgasse in die Obere Hauptstraße. Die Arbeiten werden stadteinwärts dann in Richtung Osten (Hirtlederergasse) vorangetrieben. In der Baugrube selbst werden zunächst die bestehenden, sanierungs-bedürftigen Ufermauern abgebrochen und durch neue Einfassungen ersetzt. Diese neuen Ufermauern werden auf Bohrpfählen gegründet. Der Bereich zwischen der Sackgasse und Hirtlederergasse wird wieder "gedeckelt", also geschlossen, hergestellt.

Abbau des Kriegerdenkmals
Im Zuge der Baumaßnahme wird auch das Kriegerdenkmal um ca. vier Meter nach Nordosten versetzt. Bereits ab etwa Mitte Mai wird das Denkmal daher abgebaut und von einem Steinmetz restauriert.

Durchführung mit erfahrenen Baufirmen
Die Bauleistungen wurden gemeinschaftlich von der Stadt Freising, der Freisinger Stadtentwässerung und den Freisinger Stadtwerken im Zuge eines EU-weiten, offenen Verfahrens ausgeschrieben. Anfang April 2020 wurden die Firma Wadle Bauunternehmung GmbH aus Essenbach/Altheim sowie die Firma Josef Stanglmeier Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Abensberg als Arbeitsgemeinschaft beauftragt. Die regionalen Firmen haben in den letzten Jahren bereits Abschnitte in der Unteren Altstadt realisiert und somit umfangreiche Erfahrungen mit der Umgestaltung der Freisinger Altstadt.

Aktuelle Informationen rund um die Innenstadt-Neugestaltung unter: https://innenstadt.freising.de

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