Langjähriges Fachpersonal im Rathaus geehrt

"Schön, dass Sie da sind!"

In Zeiten der Corona-Krise bekommen die Personalfeierstunden im Freisinger Rathaus einen ganz eigenen Charakter, bei dem Herzlichkeit und gute Gespräche aber keineswegs auf der Strecke bleiben. Trotz Hygiene- und Abstandsregeln ließ es sich die Stadtverwaltung nicht nehmen, langjährige Mitarbeiter*innen zu ehren und dabei zwei von ihnen zum Ende ihrer Dienstzeit für das gute Miteinander zu danken.

"Schön, dass Sie da sind!", grüßte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bei der Feierstunde im Großen Rathaussaal in die Runde. Gemeinsam mit Hauptamtsleiter Rupert Widmann, den Referatsleitern Dr. Hanna Sammüller-Gradl und Karl-Heinz Wimmer sowie Personalratsvorsitzender Monika Zauner musste er zwei bewährte Fachkräfte in den Ruhestand verabschieden: Eine der beiden ist Annemarie Bertl, die am 01. April 2003 ihre Stelle als Sachbearbeiterin im Bürgerbüro angetreten hatte und "schnell zu Stimme und Gesicht der Stadtverwaltung wurde", wie es OB Eschenbacher in seinen einleitenden Worten beschrieb: "Sie war es, die zu einem großen Teil die Telefonzentrale besetzte und unzählige Bürgerinnen und Bürger zu den zuständigen Fachämtern weiterleitete. Mit Geduld und stets freundlicher Stimme hat sie sich aller möglichen und unmöglichen Anliegen angenommen und so einen konstruktiven Erstkontakt hergestellt.“ Schalterdienst und Erstauskünfte seien ihr "wie auf den Leib geschneidert" gewesen, so der OB weiter.

Ihre Vorgesetzte Dr. Hanna Sammüller-Gradl, Leiterin des Referats für Bürgerdienste und Rechtsangelegenheiten, lobte anschließend Annemarie Bertls stets gute Laune, die selbst in sehr fordernden Phasen nicht getrübt werden konnte. Eine weitere Stärke sei ihre strukturierte Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Bürgeranfragen gewesen, bei der ihr zahlreiche kleine Klebezettel auf die Sprünge halfen. "Die Zentralen Dienste wundern sich nun über den Überschuss an Post-its!", scherzte Dr. Sammüller-Gradl und fügte hinzu: "Sie fehlen dem Bürgerbüro jetzt schon."

Endlich mehr Zeit zum Wandern
Als weitere Mitarbeiterin verabschiedete OB Eschenbacher Astrid Thurm, die am 07. Januar 1992 als Kinderpflegerin im Kindergarten Neustift II eingestellt und am 01. September 1992 dem Kindergarten Neustift I zugeteilt wurde. Nach erfolgreich bestandener Fachprüfung wurde die gebürtige Greifswalderin am 01. April 1994 als Erzieherin übernommen. Am 01. September 1997 stieg Astrid Thurm in Neustift I zur stellvertretenden Leiterin auf, ehe sie am 05. Januar 2004 als Erzieherin in die Kita Haus des Kindes "Isarauenpark" wechselte. Auch dort war sie zwischen 2007 und 2012 als stellvertretende Leiterin tätig.

Seit Beginn ihrer Altersrente am 1. Juli 2020 hat die leidenschaftliche Wanderin vor allem die Möglichkeit schätzen gelernt, auch unter der Woche, fernab des Wochenend-Trubels, ihrem Hobby nachgehen zu können. OB Eschenbacher wünschte ihr alles Gute: "Vielleicht sieht man sich ja mal am Berg!"

Große Anerkennung für die Jubilare
Elisabeth Lindinger und Christian Koch gratulierten OB Eschenbacher und Hauptamtsleiter Rupert Widmann zu ihren Dienstjubiläen. Elisabeth Lindinger feierte in diesem Jahr ihr 40. Jubiläum im öffentlichen Dienst, davon 32 Jahre bei der Stadt Freising. 1988 wurde sie Verwaltungs-Obersekretärin im Personalamt im Bereich Lohn- und Gehaltsstelle. Am 01. Dezember 1991 erfolgte die Ernennung zur Verwaltungs-Hauptsekretärin, am 01. Juli 2003 wurde sie zur Verwaltungsinspektorin ernannt. Seit dem 01. Januar 2015 wird sie als Sachbearbeiterin im Beamtenverhältnis zuerst in der Lohn- und Gehaltsstelle und dann beim Personalamt eingesetzt. "Sie haben Ihre Arbeit immer mit viel Sachverstand und Wissen erledigt", sagte Rupert Widmann in seiner persönlichen Ansprache. Besonders lobte er Frau Lindingers klare und offene Aussagen: "Dafür werden Sie von sehr vielen Leuten geschätzt!"

Christian Koch wurde für 25 Jahre im öffentlichen Dienst ausgezeichnet. Der gebürtige Freisinger begann seine Laufbahn 1995 bei der Sparkasse Freising, wo er knapp 20 Jahre in der Personalabteilung tätig war. 2014 wurde als stellvertretender Personalamtsleiter bei der Stadt eingestellt. Seit dem 25. Juni 2019 kümmert er sich mit großem Engagement um die Ausbildung der Auszubildenden sowie um Weiterbildungsmaßnahmen. Als Corona-Beauftragter innerhalb der Stadtverwaltung behalte er in der Pandemie stets einen kühlen Kopf und die so wichtige Übersicht, bei der ihm vor allem seine strukturierte Arbeitsweise zugutekomme. OB Eschenbacher: "Für dieses hervorragende und verantwortungsvolle Krisenmanagement sind wir ihm sehr dankbar." Rupert Widmann lobte Christian Koch für den "nachhaltigen Einsatz für die Auszubildenden und den so wichtigen Arbeitsschutz."

Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen entwickelten sich anregende Gespräche über ganz unterschiedliche Themen – die ein oder andere witzige Anekdote aus Dienstzeiten durfte dabei natürlich nicht fehlen!

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