Kleiner Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" nachgeholt

Video-Darbietungen beeindrucken die Jury

Nachdem der 58. Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" im Januar pandemiebedingt abgesagt werden musste, fand am Samstag, 15. Mai, in der Musikschule Freising ein Nachholwettbewerb für die Teilnehmer*innen der Altersgruppe I und II statt. Wie schon der Landesentscheid im März für die älteren Teilnehmer*innen wurde auch der kleine Regionalwettbewerb als reiner Videowettbewerb durchgeführt.

Insgesamt haben 61 Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren an dem nachgeholten Regionalwettbewerb teilgenommen und in diesem Jahr statt auf der Bühne ihr Vorspielprogramm in kleinen Videos präsentiert. Die etwa 10-minütigen Beiträge wurden dann am vergangenen Wochenende an der Musikschule Freising von fachkundigen Juror*innen bewertet. Insgesamt waren fünf Jury-Teams für die Kategorien Blockflöte, Gitarre, Trompete, tiefe Blechbläser und Klavier vierhändig im Einsatz. Um für ausreichend Abstand und die entsprechende Lüftung zu sorgen, hatte die Musikschule eigens zwei große Vorführräumen vorbereitet. "Uns war es wichtig, die Juroren, wie auch beim normalen Wettbewerb, hier vor Ort zu haben und Ihnen im Sinne der Teilnehmer möglichst gute und vor allem gleiche Bedingungen für die Bewertung der Beiträge zu ermöglichen", so Musikschulleiter Odilo Zapf.

Neben den Teilnehmer*innen aus der Region Erding und Freising wurden aus organisatorischen Gründen auch einige Gastwertungen aus den Regionen München-Stadt, München-Süd und Landshut übernommen. So wurden in Freising zum Beispiel alle Blechbläser aus München und Umgebung gewertet. Im Gegenzug haben die Regionalwettbewerb München und München-Süd Wertungen aus anderen Kategorien übernommen.

Ehemaliger Musikschulleiter von Darbietungen begeistert
Martin Keeser, ehemaliger Musikschulleiter und Juryvorsitzender, zeigte sich von den musikalischen Leistungen der jungen Teilnehmer*innen beeindruckt: "In diesem Jahr war die Vorbereitung auf den Wettbewerb durch monatelangen Online-Unterricht und fehlenden Auftrittsmöglichkeiten für die Kinder besonders schwierig. Trotzdem haben die kleinen Nachwuchsmusiker aus Freising und Umgebung ganz tolle Leistungen gezeigt." Die Juror*innen konnten an dem Wochenende 51 erste Preise und zehn zweite Preise vergeben. 12 Preisträger*innen der Altersgruppe II konnten mit ihrer Punktzahl sogar eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreichen, der dann Ende Juni in Kempten als Präsenzwettbewerb geplant ist.

Wichtiger Teil des Wettbewerbs sind die Beratungsgespräche, in denen die Teilnehmer*innen von den Juror*innen eine kurze Rückmeldung für ihre Leistung bekommen. Dazu konnten sich die Musiker*innen am vergangenen Samstag in Zoom-Konferenzen mit den Juro*innen zusammenschalten.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Lehrkräften, die ihre Schüler*innen in der aktuellen Lage zur Teilnahme an dem Regionalwettbewerb motiviert haben und dabei im Distanzunterricht über Zoom oder Skype so manche technische Schwierigkeit überwunden haben.

"Auch wenn die persönliche Begegnung mit den Kindern und den begeisterten Eltern fehlt, wollten wir mit der Durchführung des Wettbewerbs per Video den Kindern die Möglichkeit geben, ihr Können auch unter den aktuellen Bedingungen zu zeigen und damit ihre besondere Leistung in dieser Zeit würdigen", sagt Odilo Zapf mit Rückblick auf den Wettbewerb. "In Zukunft wird der Regionalwettbewerb Jugend musiziert hoffentlich wieder ein Fest der musikalischen Begegnung in der Musikschule Freising sein."

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