ILE Ampertal zu Gast auf der Biofach Nürnberg

Delegation aus dem Landkreis informiert sich über Biobranche

Bio wirkt. Unter diesem Schwerpunktthema fand die diesjährige Biofach am Messegelände in Nürnberg statt. Die weltweit größte Messe für Biolebensmittel und gleichzeitig der wichtigste Branchentreff wurde in diesem Jahr bereits zum 31. Mal veranstaltet. Mit dabei: eine Delegation der Integrierte Ländlichen Entwicklung Ampertal (ILE), ein Zusammenschluss, dem auch die Stadt Freising angehört. Sie folgte der Einladung von Öko-Modellregionsmanagerin Theresa Hautzinger, welche für die Vertreter*innen aus dem Ampertal Eintrittskarten über die LVÖ (Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern) organisierte.

Auf der Messe wurden die neusten Trends ebenso wie etablierte Produkte aus dem Biosektor vorgestellt. Bio-Pioniere ebenso wie Branchen-Neulinge, Verbände, Aktiengesellschaften und viele mehr hatten die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Parallel dazu fand der Biofach Kongress statt. Beim Kongress, abseits vom belebten Messeleben, gab es viele Fachbeiträge zur ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft. Das vielfältige Angebot ermöglichte es, sich umfassend zu informieren und fortzubilden, ebenso wie neue Kontakte zu knüpfen.

Ein nachhaltiges Bündnis: Freising und die ILE Ampertal
Die Integrierte Ländlichen Entwicklung Ampertal (ILE) ist ein Zusammenschluss der Stadt Freising und weiteren elf Gemeinden im Ampertal: Allershausen, Attenkirchen, Fahrenzhausen, Haag a. d. Amper, Hohenkammer, Kirchdorf a. d. Amper, Kranzberg, Langenbach, Paunzhausen, Wolfersdorf und Zolling. Themen, die bearbeitet werden, sind die Sicherung des Naherholungsraumes und der Hochwasserschutz ebenso wie ein gemeindeübergreifendes Mobilitätskonzept. Die gemeinsamen Aktivitäten werden unterstützt und gefördert vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern. In Freising engagieren sich zudem die Agenda21-Projektgruppen „Faires Forum“ und „Biostadt“ im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit. Sie organisieren Exkursionen oder führen Aktionen durch um die Bevölkerung für die hochaktuellen Themen zu sensibilisieren.

Nach individuellem Erkunden der Messe trafen sich die Ampertaler am Stand des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, welchen sich die Öko-Modellregionen mit dem Bayerischen Biosiegel teilten. Dort war auch der Startpunkt für den von Peter Hinterstoißer (LVÖ) geführten Rundgang über die Messe.

Ein Messerundgang durch das Ampertal
Der Rundgang auf der internationalen Messe war geographisch eigens an das Ampertal angepasst. So wurde versucht, Bio-Akteure aus dem süd-östlichen Bayern zu besichtigen. Am Stand der Biohennen AG wurde über eine achtsame Eierproduktion mit all ihren Koppelprodukten berichtet sowie über den Zusammenschluss zu einer Aktiengesellschaft. Der Geschäftsführer des Kramerbräu Saaten und Öle informierte über die Entstehungsgeschichte und Ausrichtung des Unternehmens, sowie über die Erfolge, welche sie mit der Verarbeitung und Verwertung von Bio-Kernen (bspw. zu Ölen) erzielen konnten. 2020 wurden sie im Zuge des Wettbewerbs „Bayerns beste Bioprodukte“ für ihr Rapsöl prämiert.

Ebenfalls in die Liste der besten Bayerischen Bio-Produkte reihte sich der Biersenf der Bio-Senfmanufaktur Münchner Kindl ein, welchen die Ampertaler – frisch an der Messe zubereitet – verkosten konnten. Des Weiteren wurden die Gruppe über die Tätigkeiten der Naturlandmarktgesellschaft und regionaler Naturkost Großhändler informiert. Am Stand des Riedenburger Brauhauses wurden Informationen zur Herstellung von Bio-Bier eingeholt sowie mit kleinen Kostproben versorgt.

Die Messe wurde in diesem Jahr von rund 50.000 Fachleuten besucht. „Bio wirkt nicht nur, sondern Bio boomt. Hinter Bio steckt eine große Wirtschaft mit vielen Arbeitsplätzen“, resümierte Theresa Hautzinger, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal. „Unsere Delegation nimmt einige großartige Eindrücke von der Messe mit, die alle sehr interessant fanden. Es freut mich sehr, dass so viele unserer Einladung nachgekommen sind.“

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