Grün in der Freisinger Innenstadt

17 neue Bäume in der Oberen Altstadt

Herbstzeit ist Pflanzzeit – auch in Freisings guter Stube: Voraussichtlich ab Dienstag, 22. November 2022, werden in der Oberen Altstadt die im Planungskonzept zur Neugestaltung der Innenstadt vorgesehenen 17 neuen Bäume gepflanzt.

Mit einem barrierearmen Umbau der Verkehrsflächen samt einer Öffnung der Stadtmoosach in klar definierten Bereichen erfährt der Stadtkern eine nachhaltige Stärkung als Einkaufs-, Wirtschafts- und Erlebniszentrum sowie als attraktiver Wohn- und Lebensraum. Wichtiges Element dabei ist auch das Stadtgrün.  Entlang der Moosach in der Oberen Hauptstraße stehen fortan fünf Traubenkirschen ‚Tiefurt‘, im Bereich Am Wörth sechs Amberbäume, an der Einmündung der Sackgasse eine Grau-Erle und zwei Rot-Ahorne und im Bereich der Karlwirt-Kreuzung drei Felsenbirnen. Die Neupflanzungen sind durch die Artenauswahl an den Klimawandel angepasst und sollen kleinklimatische Verbesserungen erwirken. Im aktuellen Bauabschnitt hatte es schon vor dem Umbau Stadtbäume gegeben. Externe Begutachtungen hatten allerdings gezeigt, dass sich die Bäume überwiegend in einem sehr schlechten Zustand befanden und deshalb im Zuge der Neugestaltung ersetzt werden müssen. Bei den Neupflanzungen wird ein besonderes Augenmerk auf ausreichendes Substratvolumen gelegt, um den Bäumen bestmögliche und dauerhafte Wachstumsbedingungen zu geben. Hierfür wurden bei den neuen Baumstandorten großzügige Baumquartiere geschaffen: Der Bereich, der weitestgehend frei von Spartenleitungen ist und mit einem durchwurzelbaren Spezialsubstrat verfüllt wurde, ist standardmäßig 5x5 m groß und ca. 1,3 m tief.

Auch in der Unteren Hauptstraße, der Weizengasse, der General-von-Nagel-Straße und der Unteren Domberggasse wurden bereits verschiedene neue Baumstandorte geschaffen und u.a. Ginkgobäume, Säuleneichen, Blumeneschen sowie ein Ahorn, eine Magnolie und eine Gleditschie gepflanzt. Wo es aufgrund der bestehenden Spartenleitungen oder organisatorischen Gründen nicht möglich ist, Bäume in ein dauerhaftes, unterirdisches Quartier zu pflanzen, wird die Innenstadt mit mobilen Pflanzelementen begrünt.

Das Klimaanpassungskonzept KLAPS 50 der Stadt Freising misst dem Erhalt und der Förderung von innerstädtischem Grün hohe Relevanz bei, um die klimaökologische Situation in Freising langfristig weiter zu verbessern: Innerstädtische Vegetation verstärkt nicht nur die Identität von Orten, sondern bindet Staub, Schadstoffe und Kohlendioxid. Speziell Bäume spenden an heißen Tagen Schatten, kühlen Stadträume und erbringen folglich wichtige Ökosystemdienstleistungen. Aber auch Sträucher, Stauden, Pflanzenarrangements in Kübeln und Töpfen sowie Fassaden- und Dachbegrünungen helfen, die Stadt zu beleben und verschiedenen Lebewesen Nahrung und Versteck zu bieten.

Förderprogramm für private Maßnahmen

Für eine noch stärkere Durchgrünung der Freisinger Altstadt ist auch das Mitwirken privater Eigentümer/-innen erforderlich. Für die Durchführung privater Baumaßnahmen im sog. „Sanierungsgebiet II Altstadt“ gibt es für private Bauwillige die Möglichkeit, über die Regierung von Oberbayern sowie die Stadt Freising Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ zu erhalten. Neben bedeutenden Baudenkmälern werden insbesondere aufwertende Maßnahmen und Neuanlagen von Gärten und Vorgärten (Entsiegelung, Begrünung, Einfriedung, Rückbau von störenden Elementen) in Höfen und Freiflächen mit stadtbildprägendem Charakter gefördert.

Im Rahmen der Maßnahme „Mobiles Grün in der Innenstadt“ als Teil des Förderprogramms REACT-EU besteht die Möglichkeit, eine Förderung für Begrünungsmaßnahmen von Außengastronomie und Geschäftseingängen zu beantragen. Darunter fallen beispielsweise Begrünungselemente, Begrünungssubstrate und mehrjährige Pflanzen. Auch im privaten Bereich können solche Maßnahmen durch das kommunale Förderprogramm gefördert werden.

Weitere Informationen zur Begrünung der Freisinger Innenstadt sowie die genauen Voraussetzungen zur Antragstellung gibt es online unter https://innenstadt.freising.de/konzeption/gruen-in-der-innenstadt

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