Geschafft: Freising und die ILE Ampertal sind Öko-Modellregion!

Landwirtschaftsministerin Kaniber überreicht Förderurkunden

Die 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern können an die Arbeit gehen: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat jetzt den Siegern der dritten Wettbewerbsrunde ihre Urkunden überreicht. „Damit können Sie gleich loslegen, Ihre überzeugenden Konzepte in die Tat umzusetzen und damit zu einer der bayerischen Vorbildregionen in Sachen Öko-Landbau werden“, sagte die Ministerin beim Festakt Anfang April im Münchner Ministerium. Insgesamt gibt es nun bayernweit 27 staatlich anerkannte Öko-Modellregionen, die aus 520 Kommunen bestehen und fast 30 Prozent der Landesfläche abdecken. Alle hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Jury in ihren Konzepten überzeugt, wie sie der Produktion und dem Absatz heimischer Lebensmittel in der Region zukunftsweisende Impulse verleihen wollen. Mit dabei: Das Aktionsgebiet „Integrierte Ländliche Entwicklung“ Kulturraum Ampertal (ILE Ampertal) mit der Kreisstadt Freising sowie den Kommunen Allershausen, Attenkirchen Fahrenzhausen, Haag/Amper, Hohenkammer, Kirchdorf/Amper, Kranzberg, Langenbach, Paunzhausen, Wolfersdorf und Zolling.   Das Gebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 335 km² mit rund 80.000 Einwohnern, wie das Informationsportalportal „Ländlicher Raum und Landentwicklung“ auf seiner Homepage informiert.

Die Öko-Modellregionen sind ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio 2020“, mit dem der Öko-Landbau in Bayern deutlich vorangebracht werden soll. Zudem trägt die Ausweitung um 15 neue Regionen dem besonderen Anliegen der Artenvielfalt Rechnung. Die lokalen Bündnisse werden in den kommenden zwei Jahren über die Ämter für Ländliche Entwicklung bei der Umsetzung ihrer vielfältigen Projekte unterstützt und gefördert. 75 Prozent der Kosten für die Stelle des Projektleiters vor Ort werden vom Freistaat übernommen, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre und kann um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamtfördervolumen beträgt knapp 1,5 Millionen Euro pro Jahr, berichtet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einer Medieninformation.

Die Große Kreisstadt Freising und das  Ampertal sind gekennzeichnet von Zuzug, starkem Wachstum, geringer Arbeitslosigkeit, aber auch von einem enormen Veränderungs- und Anpassungsdruck in den ländlich geprägten Siedlungsstrukturen. Basis der Zusammenarbeit in der ILE Ampertal ist die Suche nach einem gemeinsamen Lösungsansatz für die Verkehrsprobleme, eine gemeinsam gesteuerte Gewerbeansiedlungspolitik sowie die Sicherung des Naherholungsraumes des Ampertals. Ziel ist die Stärkung der identitätsstiftenden Kulturlandschaft des Ampertals und der frühzeitige Ausgleich von Nutzungskonflikten.

Der Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ will die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Bereits zwölf Öko-Modellregionen haben bislang als Impulsgeber an der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern gearbeitet. Im Mai 2019 wurden jetzt 15 weitere Regionen, darunter die ILE Ampertal,  als „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ ausgezeichnet.

 

 

 

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