Friedensnobelpreisträgerin spricht über das Ringen um Gleichberechtigung

Hochrangig besetzte Fachtagung in Freising

Am Montag, 04. November, war Freising Gastgeber-Stadt für eine hochrangig besetzte Fachtagung zum Thema "Gendergerechtigkeit in Wirtschaft und Politik als Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030", organisiert und durchgeführt von Engagement Global, Fachservice für Entwicklungsinitiativen.

In Vertretung von OB Tobias Eschenbacher eröffnete Bürgermeisterin Eva Bönig die Konferenz im Freisinger Marriott Hotel gemeinsam mit Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global, sowie Karin Nordmeyer, Präsidentin des UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. Die UN-Vertreterin präsentierte neueste Daten und Fakten zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele, mit besonderem Fokus auf Ziel 5 (Gendergerechtigkeit) und Ziel 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Zusammenfassend stellte sie fest: "Wo Frauen Rechte und Freiheiten vorenthalten werden, dort sind der Entwicklung enge Grenzen gesetzt." Und weiter: "Die dominante westliche Wissensproduktion ist die Fortsetzung kolonialer Strukturen: Wer diese nicht aufbricht, kann auch die patriarchalischen Strukturen nicht angreifen."

Nach einem Grußwort von Dr. Markus Gruber, Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, der die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für globale Gerechtigkeits-bestrebungen hervorhob, schilderte die Journalistin und Friedensnobelpreisträgerin Tawwakol Karman in ihrem Vortrag eindrücklich das Ringen von Frauen um Sicherheit und Gleichberechtigung in Konfliktgebieten. Auf dem Podium diskutierten Tawwakol Karman, Karin Nordmeyer, Staatsministerin a. D. Christine Haderthauer, der Botschafter von Ruanda, Igor César, sowie die Autorin Nahid Shahalimi intensiv die Ungleichheit politischer Teilhabe von Frauen sowie Ansätze, mit denen dieser entgegengewirkt werden kann.

Quelle: https://www.engagement-global.de/aktuelle-meldung/gendergerechtigkeit-agenda-5-17-2019.html

Nach oben