Forschung für eine gesunde Umwelt

Digitaler Jahresrückblick der TUM School of Life Sciences

Das Ende des Jahres 2021 rückt näher und bei der School of Life Sciences der Technischen Universität München (TUM) blickt man auf ein herausforderndes aber erfolgreiches Jahr zurück. Auf einer speziellen Webseite werden die Höhepunkte aus den Bereichen Lehre und Forschung, die wichtigsten akademischen Ehrungen und spannende Themen rund um Wissenschaftskommunikation sowie Innovationsgeist und Entrepreneurship präsentiert. 

"Dieses Jahr hat uns – wie viele andere auch – vor große Herausforderungen gestellt", berichtet die Dekanin der TUM School of Life Sciences, Prof. Ingrid Kögel-Knabner. Nachdem man das Jahr fast ausschließlich mit Online-Lehre beginnen musste, habe man sich sehr gefreut, die Studierenden – insbesondere die Erstsemester –  im Herbst zum Start des Wintersemesters vor Ort begrüßen zu dürfen. Das Jahr habe man genutzt, um sich flexibel auf die verändernden Gegebenheiten einzustellen und beispielsweise auch die Hörsäle technisch auf den neuesten Stand gebracht, um sowohl für Präsenz- als auch Onlinelehre gerüstet zu sein. 

Enthusiasmus und Begeisterung spüren 
"Wir haben in dieser Zeit aber auch nochmal ganz deutlich gespürt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Forschung weiterbetreiben, die sich ja genau mit der Frage befasst, wie wir in einer gesunden Umwelt leben können", betont Kögel-Knabner. "Ich hoffe, dass wir diesen Enthusiasmus und diese Begeisterung zur Problemlösung auch im nächsten Jahr alle wieder spüren können", sagt sie in ihrer Videoansprache. 

Neue und alte Gesichter in Weihenstephan 
In den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden im Jahr 2021 Prof. Hans Rudolf Fries (Tierzucht, berufen 1995), Prof. Ulrich Kulozik (Lebensmittel und Bio-Prozesstechnik, berufen 2000), Prof. Siegfried Scherer (Mikrobielle Ökologie, berufen 2003) und Prof. Rudi F. Vogel (Technische Mikrobiologie, berufen 1993). 

Erstmals kommen die neu emeritierten Professoren selbst zu Wort: Prof. Ulrich Kulozik und Prof. Hans Rudolf Fries erzählen in einem Video-Interview dem Vizedekan, Prof. Wolfgang Liebl, von den Erlebnissen und Erfahrungen aus ihrer Weihenstephaner Zeit. So gehörten die Diskussionen in den Lehrveranstaltungen mit den jungen, interessierten Studierenden zu den besonders guten Erinnerungen, den administrativen Aufgaben, die auch zu einem Professoren-Dasein dazu gehören, trauern sie jedoch nicht nach. 

Neuberufen an die TUM School of Life Sciences wurde in diesem Jahr Prof. Mathias Wilhelm, der seit März 2021 die Professur für Computational Mass Spectrometry inne hat. "Massenspektrometer sind sehr genaue Waagen, die es ermöglichen, die Masse und die Menge von Molekülen in komplexen Mischungen zu bestimmen", erklärt Wilhelm. Sein Forschungsschwerpunkt besteht in der Entwicklung informatischer Methoden, die helfen sollen, diese Daten besser auszuwerten, zu speichern und bereitzustellen. Ziel ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz die Daten ausführlicher zu erfassen und dann in einer Datenbank so bereitzustellen, dass sie für die Grundlagenforschung und klinische Anwendung ideal genutzt werden können. 

Auszeichnungen für Forscherinnen und Forscher 
Besondere Aufmerksamkeit verdienen in diesem Jahr erneut die Männer und Frauen, die zu den meistzitierten weltweit gehören und damit besonderes Ansehen und Bekanntheit im Forscherkreis genießen. Zu den sogenannten "Highly Cited Reaserchers", zählen dieses Jahr zwölf Wissenschaftler*innen der TUM – acht von ihnen lehren und forschen an der School of Life Sciences in Freising, und zwar: Prof. Senthold Asseng (Lehrstuhl für Digital Agriculture), Prof. Bernhard Küster (Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik), Prof. Michael Schloter (Honorarprofessor für Bodenmikrobiologie), Prof. Rupert Seidl (Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften), Prof. Fabian Theis (Lehrstuhl für Mathematische Modelle biologischer Systeme), Prof. Wolfgang Weisser (Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie), Prof. Ingrid Kögel-Knabner (Lehrstuhl für Bodenkunde) und Dr. Takuya Yoshida (Lehrstuhl für Botanik). 

Weitere erwähnenswerte Auszeichnungen in diesem Jahr waren beispielsweise der Forschungspreis der europäischen Gastroenterologie (UEG) für Dirk Haller, Professor für Ernährung und Immunologie, sowie der Consolidator Grant, eine hochdotierte Förderung des europäischen Forschungsrates (ERC), an Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften. 

"Das Jahr 2021 hat gezeigt, wie wichtig Wissenschaft für die Gesellschaft ist."
(Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher)

Preise für die besten Masterarbeiten der Studierenden 
Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr erneut die besten Masterarbeiten mit dem Preis des Oberbürgermeisters der Stadt Freising. "Das Jahr 2021 hat gezeigt, wie wichtig Wissenschaft für die Gesellschaft ist und so sind wir als Stadt Freising froh und stolz eine Universität in unserer Stadt zu haben, die stets am Puls der Zeit ist und für exzellente Forschung und Lehre weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist", sagt Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher per Videoansprache. 

Als Universitätsstadt sei es daher ein besonders Anliegen, auch dieses Jahr die besten Abschlussarbeiten der Studierenden in den sechs Studienbereichen zu prämieren. Er gratuliert den Studierenden zu ihren hervorragenden Arbeiten und betont, dass die Auswahl bei sehr vielen guten Nominierungen der Jury in diesem Jahr besonders schwergefallen sei. 

Ausgezeichnet wurde jeweils eine Masterarbeit pro Studienbereich, die Preisträger*innen erhalten je ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro. Die Sieger*innen im Studienjahr 2020/2021 sind Carolin Betz (Agrar und Gartenbauwissenschaften), Clara Igisch (Biowissenschaften), Lukas Viebahn (Brau- und Lebensmitteltechnologie), Ana Ivić (Ernährungswissenschaft und Lebensmittelchemie), Leonie Wagner (Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement) und Tiia Haberstok (Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung).


In eigener Sache:
Als Universitätsstadt, die sich mit einem eigenen „Wissenschaftspreis Weihenstephan der Stadt Freising“ im Wissen um die großartigen Leistungen am Standort Freising auch selbst engagiert, weist Freising in loser Folge online auf Aktuelles aus Lehre und Forschung „made in Freising“ hin. Gemeinsam mit der TUM bietet die Stadt Freising die Veranstaltungsreihe „TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“an, die regelmäßig für einen spannenden Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und der interessierten Bevölkerung sorgt.  

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