Essen und Getränke to go ohne Wegwerfverpackung

Agenda zeigt praktikable Maßnahmen zur Reduzierung

Verpackte Lebensmittel sowie Essen und Getränke „to go" haben wachsende Müllberge zur Folge, ganz besonders in Corona-Zeiten. Es gibt bereits gut funktionierende Alternativen, vereinzelt auch in Freising, durch die sich Wegwerfverpackungen vermeiden lassen. Die Agenda21-Gruppe Energie und Klimaschutz wollte mit einer Online-Diskussion am 17. März 2021 für Stadt und Landkreis Freising Anregungen für die Kundschaft, für Läden und die Gastronomie geben.

Eigene Gefäße mitbringen
Drei Fachleute waren eingeladen: Doris Rottler, Energie- und Klimaschutz-Beauftragte des Landratsamtes Pfaffenhofen, Johanna Koch vom Projekt „Einmal ohne, bitte" und Salih Cehic von der Lebensmittelüberwachung im Landratsamt Freising. Doris Rottler befürwortete das Mitbringen eigener Gefäße sowohl zum Einkaufen als auch zum Essen holen in Restaurants als einfachste Methode, bei der keine Vorleistungen zu erbringen sind. Im Landkreis Pfaffenhofen hat sie mit ihrer Initiative bereits Erfolge erzielt. Gastronomen und Geschäfte wurden durch die Aktion sensibilisiert und setzen sich bewusster mit der Verpackungsmüll-Problematik auseinander.

Projekt "Einmal ohne, bitte"
Eine deutschlandweite Initiative, ausgehend von München, stellte Johanna Koch vor. Das Projekt „Einmal ohne, bitte" hat sich verpackungsfreies Einkaufen auch außerhalb der Öko-Nische zum Ziel gesetzt. Gekennzeichnet sind teilnehmende Betriebe durch einen Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte" am Schaufenster oder an der Theke. Zur Aktion gibt es Infomaterial und Merkblätter für Händler*innen sowie Flyer für Kunden*innen, auch online unter https://www.einmalohnebitte.de. Den Sticker zur Aktion findet man auch in Freising bei einigen Geschäften.

Salih Cehic berichtete, dass es mit Pfandsystemen keine Probleme gibt. Grundsätzlich spricht aus seiner Sicht auch nichts gegen das Mitbringen eigener Gefäße, wenn die hygienerechtlichen Vorschriften des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz beachtet werden. Dafür tragen die einzelnen Betriebe die Verantwortung. Infos für ein verpackungsfreies Einkaufen gibt es online auf der Webseite des Abfallratgebers Bayern. 

Appell zur Vermeidung von Einwegverpackungen
Nach den jeweiligen Ausführungen ergab sich eine lebhafte Diskussion mit durchaus unterschiedlichen Meinungen. Einig war sich die Teilnehmerrunde, dass die aufgezeigten Alternativen zu Einwegverpackungen auch in Stadt und Landkreis Freising deutlich stärkere Verwendung finden müssen. Beim Einsatz von Mehrweg-(Pfand-)Systemen sollte man sich nach Möglichkeit auf ein einheitliches System verständigen. Die Agenda-Gruppe hofft, dass es durch diese Veranstaltung gelingt, praktikable Maßnahmen zur Reduzierung von Einweg-Verpackungen in Stadt und Landkreis Freising anzustoßen und die entsprechenden Partner zusammen zu bringen.


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