Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote in Freising bei 2,7 Prozent

Der regionale Arbeitsmarkt präsentierte sich laut einer Medieninformation der Agentur für Arbeit Freising zum Jahresausklang vergleichsweise robust: So waren demnach im Dezember 2020 in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg 9.673 Personen arbeitslos gemeldet, zehn Personen weniger als im November 2020. Die Arbeitslosenquote lag laut Arbeitsamt wie schon im Vormonat bei 2,6 Prozent (in Freising bei 2,7 Prozent). Im Dezember 2019 errechnete sich für den Agenturbezirk eine Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent. 

"Zum Winterbeginn konnten wir bereits einige Arbeitslosmeldungen aus den witterungsabhängigen Branchen verzeichnen. In den Außenberufen wurde teilweise nur noch eingeschränkt gearbeitet," erläutert Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising.  

"Darüber hinaus zeigte sich der Arbeitsmarkt in den letzten Wochen aber erfreulich aufnahmefähig. 1.001 Frauen und Männer aus unseren Landkreisen konnten eine neue Arbeitsstelle finden, 192 Personen mehr als im Dezember 2019." Wichtig dabei sei zu wissen: Der statistische Zähltag für die Dezember-Daten war der 10. Dezember 2020. "Der Trend der letzten Wochen ist positiv. Die Auswirkungen der seit 16. Dezember geltenden verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt werden in den Zahlen aber noch nicht abgebildet." 

Personalnachfrage leicht zurückgegangen
Laut Arbeitsagentur informierten die Unternehmen die Arbeitsvermittler*innen der Arbeitsagenturen in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg im Dezember 2020 über 777 neu zu besetzende Arbeitsstellen, 75 Stellen weniger als im November 2020. "Damit befanden sich zuletzt 3.603 Arbeitsangebote im Stellenpool der Agenturen für Arbeit. Im Berufssegment Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit waren 900 Stellen vakant. Das produzierende Gewerbe suchte Mitarbeiter für 782 Arbeitsstellen. Im Berufsbereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung wurde im Dezember 2020 Personal für 545 Stellen nachgefragt."

Aktuelle Informationen zur Kurzarbeit 
Auch zur Kurzarbeit liegen neue Daten vor: In den Monaten März bis Dezember 2020 stellten rund 6.800 regionale Betriebe für rund 99.100 Mitarbeiter*innen bei der Agentur für Arbeit Freising vorsorglich Anzeigen auf Kurzarbeitergeld. Die Auswertungen zur realisierten Kurzarbeit zeigen Folgendes: Zu Beginn der Pandemie im März 2020 wurde in den vier Landkreisen in 1.918 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 16.310 Männer und Frauen. Einen vorläufigen Höchststand erreichte die Zahl der Kurzarbeitenden im April 2020. Damals wurde in 4.063 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 47.344 Mitarbeiter. Die aktuellsten vorliegenden Zahlen zur Kurzarbeit sind aus dem Monat August 2020: Im Sommermonat wurde in 2.078 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Insgesamt waren 25.298 Beschäftigte betroffen. 

Jahresrückblick 2020 
2020 – das "Corona-Jahr": Die Auswirkungen der Pandemie waren laut Arbeitsagentur unmittelbar auf dem regionalen Arbeitsmarkt spürbar: "Von März auf April 2020 stieg die Zahl der Arbeitslosen in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg sprunghaft von 7.379 auf 9.335 Personen an. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 2,0 Prozent im März auf 2,6 Prozent im April 2020. Im August 2020 erreichte sie mit 3,0 Prozent den Höchststand des Jahres. Zwar sank die Zahl der Arbeitslosen seit August wieder kontinuierlich, im Dezember 2020 lag die Arbeitslosenquote mit 2,6 Prozent aber immer noch 0,8 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Insgesamt waren im Agenturbezirk im Jahr 2020 durchschnittlich monatlich 9.623 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 2.798 Personen mehr als 2019. Dies entspricht einem Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 41 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag 2020 durchschnittlich bei 2,6 Prozent, 2019 bei 1,9 Prozent. Die Nachfrage nach Personal brach 2020 deutlich ein: 2019 meldeten die Arbeitgeber der Region den Arbeitsagenturen von Januar bis Dezember 12.201 zu besetzende Arbeitsstellen. 2020 waren es im selben Zeitraum lediglich 9.286 Stellen. Dies entspricht einem Rückgang von 23,9 Prozent."

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