Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt TUM-Promovierende

Wissenschaftliche Ausbildung für integrierte Stadtplanung wird gefördert

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen und fördert ab dem Frühjahr 2022 für zunächst viereinhalb Jahre das Graduiertenkolleg „Urbane Grüne Infrastruktur – Wissenschaftliche Ausbildung kommender Experten und Expertinnen integrierter Stadtplanung“. Der Umbau der Städte mit nachhaltigen, naturnahen und den neuen Klimabedingungen angepassten urbanen Infrastrukturen steht dabei im Mittelpunkt. Sprecher des Kollegs ist Stephan Pauleit, Professor für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung an der TUM School of Life Sciences in Weihenstephan.

Urbane Grüne Infrastruktur (UGI) gilt als vielversprechender Lösungsansatz zur Verbesserung der Nachhaltigkeit, Resilienz und Lebensqualität von Städten durch die Entwicklung von Netzwerken aus grünen und blauen Freiräumen „Durch die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen kann Urbane Grüne Infrastruktur vielfältige Funktionen erfüllen, etwa die Kühlung der Städte an hochsommerlichen Hitzetagen, die Vermeidung von Überflutungen bei Starkregen und die Förderung von Biodiversität“, erklärt Prof. Stephan Pauleit.

Innovative Ansätze für Urbane Grüne Infrastrukturen 
Um die Potenziale von UGI als Beitrag für Städte als lebende Systeme zu verstehen und besser nutzen zu können, ist jedoch ein tiefergehendes Wissen über die Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen in ihrer gemeinsamen städtischen Umgebung notwendig. Dazu haben sich Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Wasserforschung, Architektur, Ökologie und Umweltmedizin zusammengeschlossen, um im Rahmen eines Graduiertenkollegs innovative Ansätze für leistungsfähige Urbane Grüne Infrastrukturen zu entwickeln.

Graduiertenkollegs ermöglichen Promotionen auf hohem fachlichen Niveau
Graduiertenkollegs bieten Doktorand*innen die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Die Promovierenden durchlaufen ein spezifisches und innovatives Qualifizierungsprogramm inter- und transdisziplinärer Forschung im Rahmen eines systemischen Denkansatzes. Sie arbeiten mit führenden Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Stadtplanung, Ökologie, Ingenieurwesen und Umweltmedizin zusammen und werden von diesen gefördert und angeleitet. Die Kooperation mit der Landeshauptstadt München gewährleistet praxisnahe Forschung.

Interdisziplinäre Forschung in Forschungsclustern
Das Graduiertenkolleg weist drei interagierende Forschungscluster auf, die sich mit Herausforderungen der Transformation städtischer Räume, Klimaresilienz und Energieeffizienz sowie nachhaltigem Regenwassermanagement beschäftigen. Am Kolleg sind neben elf Professorinnen und Professoren der TUM School of Life Sciences und der School of Engineering and Design noch weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Augsburg und des Helmholtz-Zentrums München beteiligt.


In eigener Sache:
Als Universitätsstadt, die sich mit einem eigenen „Wissenschaftspreis Weihenstephan der Stadt Freising“ im Wissen um die großartigen Leistungen am Standort Freising auch selbst engagiert, weist Freising in loser Folge online auf Aktuelles aus Lehre und Forschung „made in Freising“ hin. Gemeinsam mit der TUM bietet die Stadt Freising die Veranstaltungsreihe „TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“an, die regelmäßig für einen spannenden Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und der interessierten Bevölkerung sorgt.  

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