Das Fundament einer freien Gesellschaft stärken

Am 02. Oktober feiert Freising die "Lange Nacht der Demokratie"

Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Diese Frage zu stellen ist angesichts zahlreicher Krisen weltweit richtig und wichtig. Und eben mit dieser Frage ist auch die "Lange Nacht der Demokratie 2021" überschrieben. Aufgrund der Pandemie ein Jahr verspätet steigt die bayernweite Aktion am 02. Oktober – und Freising ist mit von der Partie.

Über 30 Kommunen in Bayern beteiligen sich an der Aktion "Lange Nacht der Demokratie" (LNdD) des Wertebündnis Bayern und dem Netzwerk Politische Bildung, die Stadt Freising ist eine davon. Die Planungen liefen unter der Federführung von Johanna Sticksel und Marita Hanold vom Treffpunkt Ehrenamt. Die vergangenen Monate waren aufwändig, denn es galt, rund 20 lokale Institutionen und Organisationen zu koordinieren für den bunten Abend in der Innenstadt. Was herausgekommen ist, kann sich sehen lassen: An 15 Spielorten finden Veranstaltungen aller Genres statt – von Theater über Diskussionsrunden, Stadtführungen, einem Pub-Quiz und Lesungen bis hin zu kreativen Angeboten aller Art. Und alles ist darauf ausgerichtet, den Menschen den Wert der Demokratie noch bewusster zu machen, sie zur Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen und neue Aspekte zu entdecken - und das mit Freude und Spaß.

Mit dem Programm wollen die Veranstalter alle Generationen ansprechen, schließlich ist Demokratie keine Frage des Alters. Und so beteiligen sich auch der Kreisjugendring, der Jugendstadtrat das Jugendzentrum Vis-a-Vis und das Mentorenprojekt "Balu und Du", zum Beispiel mit Videoprojekten, Diskussionsforen und kreativen Aktionen. Auch einen Poetry-Slam-Star hat die Jugend für diesen Abend organisiert: Philipp Potthast tritt an verschiedenen Orten in der Stadt auf. Die Lebenshilfe Freising veranstaltet ein buntes Treiben in der Fischergasse und die Sozialpädagogin und Trainerin Meral Meindl lädt außerdem bereits am Nachmittag des 02. Oktober zu einem "Runden Tisch der Kinderbeteiligung". So soll den Jüngsten in der Gesellschaft zukünftig eine starke Stimme verliehen werden und der Gedanke der "Langen Nacht der Demokratie" wird über die "LNdD" hinaus weiterwirken.

Alle Veranstaltungen sind an diesem Abend übrigens kostenlos. Außerdem ist auch die lokale Gastronomie in das Konzept eingebunden für eine kleine Stärkung zwischendurch oder einen gemütlichen Austausch. Eröffnet wird das Spektakel am Samstag, 02. Oktober um 17.48 Uhr auf dem Marienplatz. Warum diese krumme Uhrzeit? Sie ist eine Verneigung vor einer der Grundsäulen der Demokratie und deren Begründer: 1748 veröffentlichte Charles de Montesquieu seine Abhandlung zur Gewaltenteilung. Bis 24 Uhr jedenfalls läuft das Programm, ab 23.30 trifft man sich zu einer großen Lichterkette auf dem Marienplatz, die noch einmal ein Zeichen des Friedens, des Zusammenhalts und der Hoffnung sein soll.

Programmhefte für die "Lange Nacht der Demokratie" liegen ab Anfang September in zahlreichen Lokalen, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt aus. Außerdem gibt es das Programm auch im Internet unter https://demokratie.freising.de

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