Auf dem Weg zum "Pullinger Modell"

Exkursion zu Nahversorgern

In einer Exkursion hat sich eine Gruppe von engagierten Pullinger Bürger*innen auf die Suche nach möglichen Lösungen für eine Nahversorgung für ihren Ort gemacht. Hintergrund ist die Studie „Alternative Nahversorgung in Pulling“, die das Kaufbeurer Büro „Die Stadtentwickler“ derzeit erstellt. Annegret Michler vom Planungsbüro hat die Exkursion geleitet, mit dabei waren Stadtbaumeisterin Barbara Schelle und Ortssprecherin Heidi Kammler.

Besucht wurden Einrichtungen mit Vorbildcharakter: der klassische Dorfladen in Haag, der Bürgerstadl in Hechendorf, ein Café in einem ehemaligen Bauernhof in Hausen und der Biomarkt in Irsee – alles Projekte, die in bestehenden Gebäuden untergebracht und mit viel Engagement der Leute vor Ort entwickelt und umgesetzt wurden.

Nächstes Arbeitstreffen am 18. Oktober

Mit den gewonnen Erkenntnissen soll das „Pullinger Modell“ weiterentwickelt werden: Die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung Pulling“ trifft sich erneut am Freitag, 18. Oktober 2019, um 16 Uhr im Vereinsheim und Restaurant „Loki“. Interessierte sind herzlich willkommen – aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung beim Stadtplanungsamt gebeten (Kontakt: Florian Rüger, Tel. 08161/54-46109,  florian.rueger@freising.de). Im Stadtplanungsamt kann auch die Exkursionsroute mit Beschreibung der Konzepte angefordert werden.

Im Rahmen des Ortsentwicklungskonzeptes für Pulling wurde wiederholt der Wunsch nach einer fußläufigen Nahversorgung geäußert. „Seit der Schließung des einzigen Lebensmittelgeschäftes, der Poststelle und zweier Bankfilialen in den 80er Jahren fehlen im Ort wesentliche Komponenten der Grundversorgung. Das Fehlen einer Lebensmittelversorgung im fußläufigen Umfeld (Tante-Emma-Laden) ist für viele, besonders ältere Menschen, eine empfindliche Einschränkung“, sagt Michler.  „Wirtschaftliche und soziologische Trends machen den Einzelhandel in kleineren Orten schwierig, eine Lösung für eine Nahversorgung zu finden, erfordert daher Ideenreichtum und Engagement.“  Das unterstreicht auch Ortssprecherin Kammler: „Pulling braucht ein Konzept, das zu uns passt, und hierfür suchen wir das geeignete Modell!“

Über die im Rahmen des Stadtentwicklungsplans STEP 2030 entwickelten Ortsteilentwicklungskonzepte informieren wir auch auf unserer Webseite.

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