Archivstück des Monats September 2020

Fernschreiben zur Sprengung der Isarbrücke am 29. April 1945

Am 29. April 1945, einem Sonntag, ging für Freising der Zweite Weltkrieg zu Ende. Bis zum Einbruch der Abenddämmerung war die Stadt von Teilen der 86. Infanteriedivision der U.S.-Armee eingenommen worden. Die meisten Bürgerinnen und Bürger verbrachten diesen Tag in ihren Häusern, begleitet von Angst und Sorge, wie die Besetzung der Stadt vonstattengehen würde. Am frühen Nachmittag mussten sie auf ein Alarmsignal hin die ihnen zugewiesenen Luftschutzkeller aufsuchen – ein Prozedere, an das man sich während der zurückliegenden Kriegsjahre gewöhnt hatte. Zeitzeugenberichten zufolge waren immer wieder Einschläge zu hören, die vom Granatenbeschuss der von Norden heranrückenden amerikanischen Truppen herrührten.

In den Fokus der Ereignisse an jenem 29. April 1945 geriet auch die Freisinger Isarbrücke (heute „Korbiniansbrücke“ oder „Alte Isarbrücke“). Damals war sie der einzige Isarübergang innerhalb des Stadtgebiets, weshalb ihr strategische Bedeutung zukam. Die Zerstörung der Brücke sollte den ins Erdinger Moos zurückweichenden Einheiten der Wehrmacht beziehungsweise der SS einen zeitlichen Vorsprung vor den U.S.-Truppen verschaffen. 

Wie es trotz mehrerer Sabotageversuche Freisinger Bürger letztlich zur Sprengung der Brücke kam, was offensichtlich einzelnen Verwaltungs- und Versorgungsstellen - unter anderem in einem Fernschreiben - angekündigt worden war, lesen Sie im aktuellen Beitrag unseres Stadtarchivs in der Reihe "Archivstück des Monats" unter: https://stadtarchiv.freising.de. 

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