Archivstück des Monats Oktober 2020

Flugzeugtaufe der Boeing 737-500 "Freising" im Mai 1992

Am 17. Mai 1992 wurde der neue Münchner Flughafen offiziell in Betrieb genommen. Wenige Tage zuvor, am Dienstag, den 12. Mai, fand auf dem Flughafengelände ein festliches Ereignis statt, das speziell den beiden Städten Freising und Erding galt: die "Taufe" zweier Lufthansa-Maschinen (Boeing 737-500) auf die Namen "Freising" beziehungsweise "Erding".

Die feierliche Flugzeugtaufe sollte vor allem ein Zeichen der Verbundenheit des Flughafens mit seinen Nachbarn sein, wie es Jürgen Weber, der damalige Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, in seiner Ansprache kundtat. Dass die Lufthansa hier keine Kosten und Mühen scheute, macht besonders die große Zahl geladener Gäste deutlich: Rund 1.000 Personen kamen an jenem Mai-Nachmittag in der neuen Wartungshalle der Lufthansa zusammen, um dem seltenen Ereignis beizuwohnen.

Nach Ansprachen der beiden Stadtoberhäupter, Oberbürgermeister Adolf Schäfer aus Freising und Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind aus Erding, richteten sich alle Blicke auf die beiden First Ladies, Paula Weber-Schäfer und Trixi Bauernfeind. Ihnen oblag es nämlich, die Flugzeugtaufe zu vollziehen. Als traditionsbewusste Städte nahmen weder Freising noch Erding die „Taufe“ mit Champagner vor: So enthielt der Freisinger Krug Wasser aus der Korbiniansquelle auf dem Weihenstephaner Berg; Erding entschied sich dagegen für Erdinger Weißbier.

Warum die Taufe keinesfalls unumstritten war und warum Freising die Taufe eines weiteren Flugzeuges ablehnte, lesen Sie im aktuellen Beitrag unseres Stadtarchivs in der Reihe "Archivstück des Monats" unter: https://stadtarchiv.freising.de 

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