Toller Erfolg der Aktion "Stadtradeln"

Die Zahlen können sich wirklich sehen lassen: Beim Debüt der Stadt Freising als eigenständige Teilnehmerin der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" legten 650 Radler/-innen in 39 Teams insgesamt 137.201 Kilometer innerhalb von drei Wochen zurück. Dies entspricht einer Vermeidung von 19.483 kg CO²  und der 3,42-fachen Länge des Äquators. "Vergleichbare Kommunen liegen weit hinter uns", stellte Bürgermeisterin Eva Bönig bei der Abschlussveranstaltung am Dienstag, 27. Juli 2016, fest. Unter 495 Kommunen und Landkreisen, die sich bis dato an der Aktion beteiligt haben, belegt Freising den hervorragenden 57. Platz. "Schön, dass Sie alle so fleißig mitgeradelt sind", freute sich auch Marie Hüneke, die als Klimaschutzmanagerin der Stadt die Initiative maßgeblich angestoßen, koordiniert und organisiert hat.

Im Rathaussaal fanden sich zahlreiche aktiven Radler/-innen ein, denen Bürgermeisterin Bönig herzlich dankte: "Sie alle haben einen aktiven Beitrag zur Förderung des Radverkehrs und zum Klimaschutz geleistet". Der Stadtrat sei ebenfalls mit einem 12-köpfigen Team an den Start gegangen. Aus ganz unterschiedlichen Bereichen hätten sich Leute an der Aktion beteiligt - Verwaltung, Schulen, Unternehmen, kirchliche Institutionen und Hochschulen oder auch Vereine listete Eva Bönig auf.

Mahnende Worte der "Stadtradl-Stars"

Marie Hüneke und Bürgermeisterin Eva Bönig bedanken sich bei den Stadradel-Stars Susanne Günther und Ulrich Vogl (v.l.) für ihr vorbildliches Engagement. (Foto: Stadt Freising)
Marie Hüneke und Bürgermeisterin Eva Bönig bedanken sich bei den Stadradel-Stars Susanne Günther und Ulrich Vogl (v.l.) für ihr vorbildliches Engagement. (Foto: Stadt Freising)

Vorbildlich waren von 19. Juni bis 09. Juli 2016 Susanne Günther und Ulrich Vogl unterwegs: Sie fungierten als Stadtradel-Stars und verzichteten komplett auf ihre Autos. "So schlimm war´s nicht", bilanzierte Stadträtin Susanne Günther schmunzelnd, räumte aber ein, sie sei in den drei Wochen drei Mal "in Versuchung" gekommen, doch ins Auto zu steigen. "Ich hab´s nicht getan", berichtete sie stolz. Im Aktionszeitraum sei sie "anders" und bewusster in der Stadt unterwegs gewesen und habe zum Beispiel Schulwege mit dem Rad erkundet. Ihr Resümee: "Freising ist Radlstadt, aber keine sehr fahrradfreundliche Stadt." Günther hofft, dass die Stadt noch mehr tun wird, um sichere und gut ausgebaute Radwege zur Verfügung zu stellen.

Stadtrat Ulrich Vogl ging konkret auf Gefahrenstellen in der Stadt ein. In der Bahnhofstraße, Abschnitt entlang der Dombergmauer, sieht er "kurzfristigen Handlungsbedarf" und rief zur Durchsetzung des Halteverbots für Pkw auf, um "fast im Stundentakt" auftretende riskante Begegnungen zwischen ausweichenden Bussen und Fahrradfahrer/-innen zu unterbinden. Die Korbinianskreuzung bezeichnete Vogl als "eine der gefährlichsten Kreuzungen" in Deutschland für Fahrradfahrer. Mit Verlegung der B 301 eröffne sich für die Stadt die Chance, den Knoten zu überplanen. Vorher sollte aber schon eine "ad-hoc-Maßnahme" ergriffen werden, appellierte er. Weil Ulrich Vogl bereits im vergangenen Jahr als Stadradel-Star (damals für den Landkreis Freising) unterwegs war, musste er sich mit einem herzlichen Dankeschön für seinen Einsatz begnügen. Susanne Günther freute sich über eine Fahrrad-Satteltasche als Geschenk der Stadt.

Mit dem Rad zum Gewinn

Siegerehrung Stadtradeln 2016 (von links): Johanna Sticksel (Agenda21), Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke, Frank Meyfarth (TeXins), Bürgermeisterin Eva Bönig, Martin Richter und Siegfried Thalhammer. (Foto: Stadt Freising)
Siegerehrung Stadtradeln 2016 (von links): Johanna Sticksel (Agenda21), Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke, Frank Meyfarth (TeXins), Bürgermeisterin Eva Bönig, Martin Richter und Siegfried Thalhammer. (Foto: Stadt Freising)

Ausgezeichnet wurden von Bürgermeisterin Bönig und Klimaschutzmanagerin Hüneke besonders engagierte Teams und Einzelfahrer. Die meisten Kilometer, genau 24.706, fuhren die Betriebssportgruppe von Texas Instruments (TeXins) ein, gefolgt vom ADFC Freising (22.975 km) und Dynamo Freising  (15.388 km). Die größte Mannschaft schickte die Agenda 21-Radlgruppe mit 116 Personen ins Rennen. In der Kategorie "Einzelfahrer" wurden zwei Preisträger gekürt: Siegfried Thalhammer, 77 Jahre, absolvierte mit seinem E-Bike 2919 Kilometer, Martin Richter trat 2413 Kilometer in die Pedale. Sie alle wurden mit schönen Präsenten bedacht. Weitere Preise wurden unter jenen verlost, deren Stadtradel-Tacho mindestens 50 Kilometer anzeigte.

Die Ergebnisse, so stellten an diesem Abend viele Gäste fest, seien angesichts der nicht sehr fahrradfreundlichen Witterung im Aktionszeitraum ausgesprochen beachtlich.

Aktion "Mit dem Rad in der Stadt" wird wiederholt

Im Rathaussaal verfolgten fast 70 Gäste die Abschlussveranstaltung der Stadtradel-Aktion. (Foto: Stadt Freising)
Im Rathaussaal verfolgten fast 70 Gäste die Abschlussveranstaltung der Stadtradel-Aktion. (Foto: Stadt Freising)

So wie sich für Bürgermeisterin Eva Bönig die Frage erübrigte, ob Freising im nächsten Jahr wieder beim deutschlandweiten "Stadtradeln" mit von der Partie ist, bekräftigte auch Jürgen Maguhn eine Fortsetzung der Aktion "Mit dem Rad in der Stadt". Die Initiative der Agenda21-Projektgruppe "Bauen, Wohnen und Verkehr" und dem Verein "Aktive City Freising e.V.", mit Sammelmarken zu möglichst vielen Einkäufen mit dem Rad zu animieren, hatte zwar nicht die erhoffte Resonanz gebracht. Und doch waren alle zufrieden. Grund: Manche Geschäfte und Kunden hätten gedacht, nur volle Sammelheftchen könnten an der Verlosung teilnehmen, daher sei der Rücklauf nicht sehr gut gewesen, erläuterte Agenda-Mitglied Maguhn. Auch die parallele Durchführung der Aktion mit dem "Stadtradeln" habe für etwas Verwirrung gesorgt. Gleichwohl sei die Initiative von den Geschäftsleuten sehr gelobt worden. "Sie möchten die Aktion im nächsten Jahr dann sechs bis acht Wochen laufen lassen und zwar vor dem Start des Stadtradelns", schilderte Jürgen Maguhn. So könne die eine Aktion auf die andere aufmerksam machen.  Er überreichte den zwölf Personen, die am meisten Marken gesammelt hatten, schöne Preise

Maguhn ist überzeugt: "Entfernungen in Freising sind besser, schneller und gesunder mit dem Rad zu erledigen." Und das im Übrigen ganz unabhängig davon, ob man bei einer Aktion Kilometer sammelt. Also liebe Freisinger/innen: Rauf auf den Sattel!

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