Logo des Treffpunkts Ehrenamt der Stadt Freising

Angebote für gemeinnützige Vereine und Initiativen

Der Treffpunkt Ehrenamt bietet Freisinger Vereinen und Initiativen die Möglichkeit, um Ehrenamtliche zu werben, etwa mit Hilfe eines Datenbankeintrags (die Fragebögen können Sie hier anfordern) oder auch bei einer der Öffentlichkeits-Aktionen des Treffpunkt-Teams: Sie können sich an Infoständen beteiligen, einen Beitrag liefern zur Ausstellung "Doppelleben" oder auch im Jahr 2018 an der Aktionswoche Ehrenamt teilnehmen. Fordern Sie gern genauere Infos an. 
Darüber hinaus bieten wir auch Fortbildungen an, um Sie in Ihrer wichtigen Tätigkeit zu unterstützen. Termine und Themen der kommenden Veranstaltungen finden Sie unten. Über Anregungen und Themenvorschläge freuen wir uns.
Wenn Sie sich für den Newsletter für Organisationen registrieren lassen, halten wir Sie regelmäßig auf dem Laufenden.

Der Treffpunkt Ehrenamt ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) Seit kurzem können lagfa-Mitglieder ihre Rechtsfragen, bzw. Fragen die Vereine oder andere ehrenamtliche Gruppen haben, an Fachanwälte stellen, mit denen die lagfa Bayern kooperiert. Themenbereiche in denen aktuell beraten wird: Arbeitsrecht, Urheberrecht, Markenrecht , Wettbewerbsrecht, Vertragsrecht, Vereinsrecht / Gemeinnützigkeitsrecht.

Wenn Sie Fragen zum genauen Ablauf der Beratung haben, wenden Sie sich bitte an den Treffpunkt Ehrenamt.  

  


Neue Veranstaltungen in der Reihe "Mit VEREINten Kräften

Neues Thema für Vereinsverantwortliche: Steuern und Finanzen in Kooperation mit dem Bayerischen Landessportverband

Logo des Bayerischen Landessportverbands

Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landessportverbandes, ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, also der perfekte Ansprechpartner für interessierte Vereinsvorstände und Schatzmeister. Er referiert am 12. November von 18 Uhr bis ca. 19.30 Uhr im Vortragsraum der Stadtbibliothek, Weizengasse 3 zu Steuern und Finanzen. 

Jörg Ammon spricht aktuelle Themen der Vereinsbesteuerung an, gibt Tipps zu Steuerfragen in Zusammenhang mit der Gemeinnützigkeit und liefert - wie alle wissen, die ihn schon einmal erlebt haben - fundierte Informationen rund um das Thema Vereinsfinanzen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per Mail oder Telefon: 08161/5443131


"Mit VEREINten Kräften" - Berichte von vergangenen Veranstaltungen

Workshop Infostand: Damit ankommt was ankommen soll

„Damit ankommt, was ankommen soll – die Kunst, sich am Infostand wirkungsvoll zu präsentieren“ – ein spannendes Thema für einen Workshop. Der Treffpunkt Ehrenamt hatte die Runde organisiert im Rahmen seiner Reihe mit „Mit VEREINten Kräften“ – und viele Verantwortliche aus Vereinen und Organisationen waren am 12. September in den Raum der Begegnung gekommen, um zu erfahren, wie ein Infostand gut funktionieren kann und welche Fehler es unbedingt zu vermeiden gilt. Natürlich spielt das Äußere des Stands eine wichtige Rolle. Die Referentin Alexandra Rottler, seit vielen Jahren Trainerin in der Erwachsenenbildung, hatte anschauliche Beispiel-Bilder dabei, wie unterschiedlich die Infostände wirken können. Der Schwerpunkt des Abends lag allerdings bei Kommunikationstipps. Am wichtigsten, so Alexandra Rottler: der erste Eindruck – denn das Unterbewusstsein urteilt immer. Sei es nun die Kleidung, ein gewinnendes Lächeln, die Gesten, die Haltung (Beine fest auf dem Boden, Brustbein hoch, eine gedachte Krone auf dem Kopf) – all diese Dinge lassen sich schon im Vorfeld trainieren. Auch inhaltlich ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete, denn nur wer perfekt Bescheid weiß und seine Ziele kennt, steht selbstbewusst und gut gelaunt am Infostand – und hat keine Probleme, spontan zu reagieren, erklärte die Fachfrau. Sie vermittelte kompetent und kompakt viel Theorie,  gab den Teilnehmern aber auch die Gelegenheit, in Übungssequenzen das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Obendrein hatte sie eine Checkliste dabei, nicht zuletzt, um zu verhindern, dass beim nächsten Infostand ein „No Go“ passiert wie: Interessenten trauen sich nicht an den Stand, weil die Aktiven dort so in ein eigenes Gespräch vertieft sind, dass man nicht stören will…

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung - ein Schreckgespenst verliert seinen Schrecken..

Der Referent Dipl.-Ing. Kevin Sternkopf erklärt die gesetzlichen Vorschriften in einer Präsentation
Dipl.-Ing. Kevin Sternkopf brachte Licht ins Dunkel der EU-Datenschutzgrundverordnung. Foto: Stadt Freising
Die Zuhörer im Raum der Begegnung informierten sich zum Datenschutz.
23 Vereinsverantwortliche hörten aufmerksam, welche Aufgaben sie nun schnell erledigen müssen. Foto: Stadt Freising

Das Schreckgespenst heißt EU-Datenschutzgrundverordnung -  und es trifft, anders als manche meinen, nicht nur Unternehmen, sondern auch Vereine. Kein Wunder also, dass sich der einladende Treffpunkt Ehrenamt kaum retten konnte vor Interessenten, die am 25. April wie auch bei der Wiederholung am 6. Juni teilnehmen wollten an dem Vortrag von Kevin Sternkopf, Diplom-Ingenieur, Vorstand Fullhouse IT-Services und zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV), zu diesem Thema. Treffpunkt-Leiterin Johanna Sticksel konnte 23 Teilnehmer im Raum der Begegnung begrüßen. Die beiden ersten Veranstaltungen wurden gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Ein dritter Termin fand wieder in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtskoordinator des Landkreises, Martin Gerstenberger im Rahmen der Aktionswoche statt.
Eigentlich dient die EU-Datenschutzgrundverordnung dem Schutz der Verbraucher - was die Teilnehmer des Vortrags auch allgemein begrüßten. Doch vielen Vereinsverantwortlichen ist längst noch nicht klar, welche Punkte sie beachten müssen und welche neuen Aufgaben zu erledigen sind. Vor allen Dingen: Die Zeit drängt, bis zum 25. Mai 2018 muss die Verordnung umgesetzt werden.

Der Fachmann Sternkopf rief zunächst dazu auf, zu klären, welche Daten überhaupt für die Arbeit des Vereins notwendig seien – nur diese sollten auch gespeichert werden. Er erklärte, welchen Inhalt eine Einwilligungserklärung zur Datenspeicherung haben muss. So muss z.B.  klar formuliert sein, für welchen Zweck die Daten gespeichert werden. Eine wichtige Frage trieb die Teilnehmer um: Welcher Verein braucht überhaupt einen Datenschutzbeauftragten, welcher nicht? Kevin Sternkopf vermittelte die entscheidenden Kriterien - und hatte diverse Checklisten und Muster dabei, unter anderem für das für alle Vereine notwendige „Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten“. Die Vereinsverantwortlichen freuten sich, dass der Referent genug Zeit mitbrachte, um im Anschluss die zahlreichen Fragen zu beantworten – damit das „Schreckgespenst“ EU-Datenschutzgrundverordnung seinen Schrecken verliert. 

diese Veranstaltungen wurden gefördert durch

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Social-Media-Workshop für Vereine - nützliche Infos zu Facebook & Co

Die Teilnehmer des Workshops konnten selbst ausprobieren, wie es funktioniert.
Erfahren , wie es geht – und gleich praktisch ausprobieren: Die Teilnehmer/-innen am Social-Media-Workshop des Treffpunktes Ehrenamt waren mit Eifer bei der Sache während der jüngsten Veranstaltung in der Reihe „Mit VEREINten Kräften“. Fotos: Stadt Freising
Blick auf die neue Seite des chinesischen Kulturvereins.
Die Facebook-Seite des chinesischen Kulturvereins nimmt langsam Form an: Blick in den Social-Media-Workshop. Foto: Stadt Freising

Soll ein Verein oder eine gemeinnützige Organisation auf einer Social-Media-Plattform präsent sein? Das kommt ganz darauf an... Sabina Dannoura, Leiterin der Internetredaktion der Stadt Freising, erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus sieben Freisinger Vereinen und Initiativen beim Social-Media-Workshop der Reihe "Mit VEREINten Kräften" natürlich die wichtigsten "Kanäle" wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitter und informierte über Urheber- und Persönlichkeitsrechte, die es zu beachten gilt. Zentrales Anliegen der Referentin war es aber, den Vereinsvertreterinnen und -vertretern gute Entscheidungshilfen für den Schritt in die Welt der sozialen Medien an die Hand zu geben. Einige wichtige Fragen sollten unbedingt geklärt werden, bevor man sich einen Account zulegt: Welche Zielgruppe haben wir? Nutzt unsere Zielgruppe auch das entsprechende Medium? Was wollen wir auf der Plattform erreichen? Haben wir genügend Material, um die entsprechende Plattform zu bespielen? Wer kann sich darum kümmern? Denn, so das Fazit: besser keine Seite als ein veralteter, schlecht gepflegter Auftritt! Im zweiten Teil des Abends ging es praktisch zu: Die Referentin zeigte am Beispiel des öffentlichen Facebook-Auftritts von "Freising Rathaus", wie man sich anmeldet und wie ein Facebook-Auftritt gestaltet werden kann. Idealerweise hatte sich im Vorfeld der Chinesische Kulturverein Freising dafür interessiert, eine Facebook-Seite aufzubauen. Und so konnten alle Teilnehmer/-innen nicht nur bei der Entstehung "live" dabei sein, sondern selbst ausprobieren und umsetzen, wie Bilder und Videos hochgeladen, Texte verfasst und geändert werden können. Während munter Fotos platziert und betextet wurden, diskutierte man Fragen des persönlichen Datenschutzes und über die Gratwanderung zwischen Vorsicht vor der Preisgabe von persönlichen Informationen (nur wer einen privaten Account besitzt, kann auch eine Seite für den Verein anlegen und pflegen) und notwendiger Vernetzung (wer das nicht anstrebt, braucht keinen Social-Media-Auftritt). Manche Vorbehalte wurden an diesem Abend ausgeräumt. Die Entscheidung über einen Social-Media-Auftritt ihres Vereins können die Teilnehmer/-innen nun leichter treffen - die technische Umsetzung, das zeigte der Workshop in der Reihe "Mit VEREINten Kräften" des Treffpunktes Ehrenamt der Stadt Freising, ist schließlich nicht so schwierig, wie manche es sich vorgestellt hatten.


Vorstandsnachfolge

Refernt Dieter Harant und die Vereinsverantwortlichen im Raum der Begegnung.
Wichtiges Thema, erfahrener Referent, engagiertes Publikum: Um die Vorstandsnachfolge ging es in der jüngsten Veranstaltung der Reihe „Mit VEREINten Kräften“. Foto: Stadt Freising

 Das Thema brannte den Teilnehmern förmlich auf den Nägeln: Wie stellen wir sicher, dass wir "unseren" Verein zu gegebener Zeit in gute Hände übergeben können? Die Vereinsverantwortlichen waren  in den Raum der Begegnung gekommen, um sich von Referent Dieter Harant fachkundig über dieses schwierige Thema beraten zu lassen. Schließlich, so haben Umfragen ergeben, treibt die Nachfolge-Frage viele Vereine um, rund zwei Drittel haben Probleme, frei werdende Posten neu zu besetzen - Grund genug für den Treffpunkt Ehrenamt, ein weiteres Mal Dieter Harant, seit 25 Jahren Berater von Vereinen und Buch-Autor (Vereinspraxis (5. Aufl. 2013) zu einem Info-Abend der Reihe "Mit VEREINten Kräften" einzuladen. Wie es garantiert schief geht? Die Leiterin des Treffpunkts Ehrenamt Johanna Sticksel führte ein anschauliches Beispiel ins Feld: Der scheidende Vorstand verschickt an sämtliche Mitglieder eine ellenlange Liste, was alles zu tun sei, was man selbst im Lauf der Jahre immer so gemacht habe, wieviel Zeit man investiert habe.... Kein Wunder, wenn potentielle Interessenten sofort in Deckung gehen. Dieter Harant arbeitete mit den Teilnehmern heraus, wie es besser geht, welche Gründe Menschen dazu bringen, sich auf die Herausforderung Vorstandsamt einzulassen. Wichtig ist, den Sinn dieser Tätigkeit transparent zu machen und klar herauszustellen, wie viele Gestaltungsmöglichkeiten ein ehrenamtlicher Posten mit sich bringt. Dazu gehört auch die Chance, Dinge anders zu machen und neue Ideen zu entwickeln. Ein entscheidender Punkt: Die Chemie muss stimmen, das Team muss sich sympathisch finden und gern zusammenarbeiten. Deshalb ist es sinnvoll, mögliche Kandidaten direkt und im kleinen Kreis anzusprechen - und flexibel auf geänderte Situationen wie den zunehmenden Zeitmangel gerade der berufstätigen Interessenten einzugehen: Gibt es Aufgaben, die auf mehrere Schultern verteilt werden können? Vielleicht hat ein anderes Mitglied Spaß daran, die Homepage zu pflegen oder Berichte für die lokale Presse zu schreiben? Viele Ehrenamtliche, so Harant, schreckten auch vor der Verantwortung und der Haftung zurück - ein Argument, das der Referent auf Grund seiner 25jährigen Berufserfahrung sofort entkräften konnte, indem er klar stellte, dass ein Vorstand im Innenverhältnis nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz haftet. In der Praxis ist eine Haftung mit dem Privatvermögen extrem selten und lässt sich durch geeigneten Versicherungsschutz des Vereins verhindern. Ein weiteres Dilemma in vielen Vereinen: Die Vorstände stehen in Sachen Wertschätzung oft an letzter Stelle. Doch wer Ämter übernimmt, Zeit und Energie opfert und die Vereine dadurch überhaupt funktionsfähig hält, verdient die Anerkennung und den Respekt der Vereinsmitglieder - selbst wenn mal nicht alles rund läuft. Und dann fällt es den Interessenten mit Sicherheit leichter, den neuen "Job" als Vorstand mit einem klaren "Ja" anzunehmen...

Diese Veranstaltung wurde gefördert mit Mitteln des

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Veranstaltungen planen und durchführen

Mit vereinten Kräften ein Vereinsjubiläum, eine Fachtagung, ein Straßenfest oder ein  Konzert zu planen – eine gute Idee. Doch viele fleißige Hände alleine reichen nicht, sagt Dieter Harant, Diplom-Kaufmann, langjähriger Berater gemeinnütziger Vereine und Organisationen und Buchautor. Harant  war einmal mehr auf Einladung des Treffpunkts Ehrenamt in den Raum der Begegnung in Freising gekommen, diesmal  um Vereinen und Organisationen tatkräftig zur Seite zu stehen bei der Planung ihrer Veranstaltungen. Sein wichtigster Rat, mag er sich noch so banal anhören: Unbedingt vorab die Ziele des Events diskutieren, die finanziellen und personellen Ressourcen  klären  – und klar und eindeutig die Zuständigkeiten (samt Stellvertretern!) festlegen. Alleine diese Dinge rechtzeitig abzusprechen,  erspare, so Harant, viele unliebsame Überraschungen in der „heißen“ Phase der Vorbereitungen. Fachkundig erklärte der Referent auch spezielle Themen wie GEMA-Anmeldungen, Sicherheitsvorgaben oder Fragen zur Lebensmittelsicherheit – und hatte wie immer für die Teilnehmer des Abends eine Reihe von Checklisten dabei, mit deren Hilfe die Planungen für die nächste Feier einfacher und besser gelingen – damit die Organisatoren am Ende nicht völlig gestresst oder gar zerstritten sind, sondern sich gemeinsam auf die Feier freuen und ihr Fest gelassen genießen können. Dieser Vortrag wurde gefördert mit Mitteln des


Haftungs- und Versicherungsfragen in der Vereinsarbeit – Versicherungsschutz für gemeinnützige Organisationen

20 Vereinsvertreter hörten den Vortrag von Tino Braunschweig im Raum der Begegnung.
Vertreter verschiedener Freisinger Vereine informierten sich über Haftungsfragen und Versicherungsschutz. Foto: Stadt Freising

Haftung, Fahrlässigkeit, Aufsichtspflicht, höhere Gewalt – bei solchen Begriffe steigt bei vielen, die im Verein Verantwortung tragen, schon fast automatisch der Stresspegel. Damit das nicht so bleibt, hat sich die Veranstaltungsreihe  „Mit VEREINten Kräften“ des Treffpunkt Ehrenamt diesmal mit dem Thema Haftungs- und Versicherungsfragen in der Vereinsarbeit beschäftigt – und das Interesse war riesig: Rund zwanzig Vertreter von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen waren am 27. April in den Raum der Begegnung im Haus der Vereine in Freising gekommen, um sich von Referent Tino Braunschweig informieren und beraten zu lassen.

Tino Braunschweig ist Diplom-Kaufmann (FH) und Versicherungsmakler der Bernhard Assekuranz Makler GmbH und auf die Beratung von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen spezialisiert. Die gute Nachricht des Referenten: Man kann die allermeisten Risiken sehr gut absichern. Allerdings empfahl er allen Teilnehmer dringend, sich fachkundige Beratung einzuholen und möglichst passgenaue, individuelle Lösungen anzustreben.

Fragen gab es viele an diesem Abend, manche ganz generell, manche äußerst speziell – und Tino Braunschweig beantwortete sie geduldig. Manches Problem klärte sich bereits durch Informationen über allgemeine gesetzliche Fragen – etwa dass eine Haftpflichtversicherung nur Schäden regulieren, die Dritten zugefügt werden und deshalb nicht greift, wenn ein ehrenamtliches Vereinsmitglied  seinem eigenen Verein einen Schaden verursacht. Auf jeden Fall dürften sich die Teilnehmer der Veranstaltung nach dieser anregenden, informativen und dennoch unterhaltsamen Veranstaltung fest vorgenommen haben, die Versicherungspolicen ihres Vereins auf Herz und Nieren zu überprüfen – damit es ihnen nicht ergeht wie einem Skiklub, dessen Versicherungsschutz Tino Braunschweig zu überprüfen hatte: Der Klub war gegen alle möglichen Risiken bestens abgesichert, das Hauptrisiko aber war in der Police ausgeschlossen: das Skifahren.


Mitgliederversammlungen organisieren und entspannt(er) durchführen

Referent Dieter Harant refereriert vor den Freisinger Vereinsverantwortlichen.
Überzeugte mit wertvollen Tipps aus der Praxis: Dieter Harant referierte zum Thema "Mitgliederversammlungen". Foto: Stadt Freising

So schwer kann das ja nicht sein, die Mitgliederversammlung eines Vereins durchzuführen, mag sich manch einer denken: Man setzt sich eben zusammen, wählt den Vorstand und beredet, was so ansteht. Dass bei diesem Thema doch einige Fallstricke lauern, hatten wohl auch die Teilnehmer/-innen im Hinterkopf, die den Vortrag von Dieter Harant, Diplomkaufmann und Geschäftsführer des  Vereins IBPro e.V., besuchten. Harant, der seit über 20 Jahren gemeinnützige Vereine und Vorstände in Vereinsfragen berät und schult, kam auf Einladung des Treffpunkts Ehrenamt nach Freising in den Raum der Begegnung – und hatte wertvolle Tipps und Materialien für die Praxis im Gepäck! 

Die Gäste aus verschiedenen gemeinnützigen Vereinen mit sozialer, kultureller und sportlicher Ausrichtung hatten neben zahlreichen Grundsatzfragen auch einige spezielle Anliegen. So ging es unter anderem um die Stimmberechtigung von minderjährigen Mitgliedern oder um Dringlichkeitsanträge. Dieter Harant betonte, dass die Antworten auf viele Detailfragen meist bereits in der Vereins-Satzung festgelegt sind; so sei ein Beschluss zu einem Dringlichkeitsantrag nur möglich, wenn in der Satzung erlaubt. Jeder Verein habe die Möglichkeit, die Konditionen selbst zu bestimmen, müsse sich dann aber auch strikt daran halten, um keine Anfechtung seiner Beschlüsse zu riskieren.

Am Ende des anregenden Abends bekamen die Teilnehmer neben einem umfangreichen Skript auch Checklisten für die Vorbereitung und Durchführung der Mitgliederversammlung, eine Muster-Einladung, eine Muster-Tagesordnung sowie ein Muster-Protokoll  – willkommene Hilfsmittel, um die nächste Mitgliederversammlung ein bisschen stressfreier vorzubereiten und erfolgreich und entspannt zu meistern.


Aktuelle Brennpunkte rund um den Verein und seine Gemeinnützigkeit (in Kooperation mit dem BLSV)

Jörg Ammon vor Vereinsvertretern aus Freising im Raum der Begegnung
Jörg Ammon referiert zu Finanzthemen für Vereine im Raum der Begegnung. Foto: Stadt Freising

16 Verantwortliche aus den verschiedensten Vereinen fanden sich im "Raum der Begegnung" ein, um auf Einladung des Treffpunktes Ehrenamt und in Kooperation mit dem Bayerischen Landessportverband e.V. den Vortrag von Jörg Ammon, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Fachbuchautor, zu hören zum Thema "Aktuelle Brennpunkte rund um den Verein und seine Gemeinnützigkeit". Jörg Ammon, der im Ehrenamt auch Vizepräsident der Finanzen des Landessportverbands ist, wies denn auch auf einige zentrale, wichtige Aspekte hin. So sei eine wirtschaftliche Betätigung für einen gemeinnützigen Verein nicht verboten, allerdings sind zwingend die gesetzlichen Grenzen einzuhalten. Bei einigen Vereinen habe die Nichtbeachtung schon dazu geführt, dass sie ihren Gemeinnützigkeitsstatus verloren hätten. Nach dem Ehramtsstärkungsgesetz prüft die Finanzverwaltung die satzungsgemäßen Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit. Ammon wies auf Fallstricke hin, die aus Unachtsamkeit entstehen können. Als Beispiel nannte er den Ertrag einer Fotovoltaik Anlage in Vereinseigentum oder Vereinsfeste, deren Umsatz gering dargestellt wird, aber in Facebook-Auftritten einen anderen Eindruck hinterlassen. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass der Vortrag sehr informativ war. Wer die Präsentation von Jörg Ammon nachlesen möchte, kann dies hier tun. Die Zeit erschien aber zu knapp, um das vielschichtige Thema von allen Seiten zu beleuchten. Der Treffpunkt Ehrenamt wird deshalb versuchen, Jörg Ammon im kommenden Jahr noch einmal nach Freising zu holen.


Wie gründen wir einen Verein?

Die Teilnehmer des Vortrags „Wie gründe ich einen Verein?“ am 12. Oktober im Raum der Begegnung kamen aus ganz verschieden Bereichen: Kulturelle, ökologische und wissenschaftliche Ziele sollen die Vereine einmal verfolgen, auch ein Förderverein zur Unterstützung einer sozialen Einrichtung befindet sich in Vorbereitung. Der Referent Dieter Harant, Diplomkaufmann und Geschäftsführer  des IBPro e.V. berät und schult seit über 20 Jahren gemeinnützige Vereine und Vorstände in Vereinsfragen. Im Auftrag des Treffpunkts Ehrenamt schöpfte er aus diesem reichen Erfahrungsschatz und erläuterte die Unterschiede zwischen einem „e.V.“ und einem nicht eingetragenen Verein. Welche Folgen hat die Wahl der Rechtsform für Vertrags- und Haftungsfragen? Die Aufgaben der Mitgliederversammlung und des Vorstands waren ebenso Thema wie auch grundlegende steuerliche Fragen. Die potentiellen Vereinsgründer erhielten eine Mustersatzung für gemeinnützige eingetragene Vereine sowie ein Muster-Gründungsprotokoll an die Hand und eine Übersicht über die wesentlichen Gründungsschritte. So ausgestattet können sie demnächst ihre Vereine aus der Taufe heben. 


Ehrenamtliche finden und binden

Ulrich Bona, Führungskräftecoach (rechts hinten) und Teilnehmer des Workshops.
Teilnehmer des Workshops mit dem Führungskräftecoach Ulrich Bona.

Hier finden Sie einen Bericht vom Workshop "Ehrenamtliche finden und binden". Dieser Workshop wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.


Fundraising

Referent Alexander Gregory und die Teilnehmer des Workshops erarbeiten Strategien zum Fundraising.
Der Referent Alexander Gregory erarbeitete mit den Workshop-Teilnehmern Strategien zur Finanzierung ihrer Anliegen.


Sorgentelefon Ehrenamt der Bayerischen Staatsregierung

Am 30. September 2016 hat die Staatskanzlei unter der Nummer 089/1222212 ein "Sorgentelefon Ehrenamt" freigeschaltet. Es bietet Vereinen und Initiativen Beratung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfeiern.

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