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Treffpunkt aktuell

Mit VEREINten Kräften: Steuern und Finanzen in Kooperation mit dem BLSV

Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landessportverbands kommt nach Freising. Am 12. November um 18 Uhr referiert er zu aktuellen (Steuer)Themen für Schatzmeister und Vorstände von gemeinnützigen Vereinen. Weitere Infos hier.


Rückblick auf die Aktionswoche Ehrenamt von 15. bis 23. September 2018

"Engagement macht stark. Mach mit!" Unter diesem Motto steht die bundesweite Woche des ehrenamtlichen Engagements - und auch Freising war vom 15. bis 23. September 2018 wieder dabei. Bereits zum zweiten Mal gab es in dieser Woche viel zu sehen und zu erleben rund um das Thema Ehrenamt. Ein vielfältiges Programm lud zum Schnuppern, Informieren und Mitmachen ein.

Einen Überblick über die Aktivitäten bietet der Flyer.

"Schaufensterbummel mit Engagement"

Organisationen und Vereine ließen ihrer Fantasie freien Lauf und präsentierten sich und ihre Ideen in verschiedenen Schaufenstern, die ihnen die Geschäftsinhaber/-innen freundlicherweise zur Gestaltung überlassen haben.
Neu war in diesem Jahr ein Ehrenamt-Quiz: Die Fragen konnten Sie mit Hilfe der Schaufenster beantwortet und attraktive Preise gewonnen werden. Neben dem Hauptgewinn, einer individuellen Führung für 10 Personen bei der Freisinger Feuerwehr mit Drehleiterfahrt (!), gab es zum Beispiel Gutscheine, Buchpreise und ein Erste-Hilfe-Set.

Bilder von den Schaufenstern 2018 finden Sie hier.

Hier sehen Sie Berichte zu einigen Veranstaltungen:


"Zsammratschen" von ehemaligen und zukünftigen Volunteers im Ausland

 Montag, 17. September

"Der Deutsche kann im interkulturellen Austausch durchaus noch etwas lernen", meint Christine Albrecht. Zusammen mit Miriam Ostermaier und Elisabeth Pointner hat sie als Vorstandsmitglied des Vereins Marafiki wa Afrika e.V. in der Hochschulgemeinde einen Gesprächskreis von und für ehemalige und zukünftige Volunteers im Ausland organisiert. Der Schwerpunkt lag auf dem ostafrikanischen Staat Tansania, in den der Verein seit über zehn Jahren Freiwillige entsendet und ihnen so die Möglichkeit gibt, sich für eine andere Welt einzusetzen. Denn: "Engagement macht stark" heißt es nicht nur in der Aktionswoche Ehrenamt. Neben zwei Freiwilligen, die vor knapp vier Wochen erst aus Afrika zurückgekommen sind, waren auch Interessierte - zum Teil gemeinsam mit ihren Eltern - beim "Zsammratschen" dabei. Interkulturelles Lernen und der Austausch zwischen den Kulturen und den Menschen - das ist es, was die "Freunde für Afrika" mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit fördern und vorantreiben.

 

Veranstalter: Marafiki wa Afrika


Mit VEREINten Kräften: Datenschutzanforderungen an Vereine

Montag, 17. September
Ort: Raum der Begegnung im Haus der Vereine, Major-Braun-Weg 12, Raum E02

Was bedeutet die EU-Datenschutzgrundverordnung für Vereine? Mit der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) ergeben sich Fragen und Herausforderungen - nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Vereine. Seit 25. 5. 2018 sollten die Regelungen eigentlich umgesetzt sein. Dennoch bestehen bei vielen Vereinen noch Unsicherheiten. Dipl.-Ing. (FH) Kevin Sternkopf, Vorstand Fullhouse IT-Services und zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV) brachte noch einmal Licht ins Dunkel. Er referierte auf Einladung des Treffpunkts Ehrenamt sowie der Koordinierungsstelle Ehrenamt des Landkreises zu Fragen wie:

  • Welche neuen datenschutzrechtlichen Anforderungen müssen Vereine nun zusätzlich erfüllen?
  • Wie können diese Anforderungen im Vereinsleben am besten umgesetzt werden?
  • Wie kann Ihr Verein - möglichst umgehend - in die Praxis starten?

 

Veranstalter: Treffpunkt Ehrenamt und Koordinierungsstelle Ehrenamt des Landratsamts


Eine neue Aufgabe: "SeniorTrainerIn"

Dienstag, 18. September und Donnerstag, 20. September

Wollten Sie sich schon immer einmal ehrenamtlich in einem Projekt engagieren, aktiv bleiben nach dem Arbeitsleben - und wussten nie so genau wie? Oder kam Ihnen eines Nachts die zündende Idee, und es fehlte an Know-How zur Umsetzung? Dann sind Sie bei Thomas Huschenbeck, ehrenamtlicher Wohnberater, Ämterlotse und Seniorenbeauftragter der Gemeinde Wang, genau richtig. Er referierte im Rahmen der AktionswocheEhrenamt zweimal zum Thema "SeniorTrainerIn als neue Aufgabe - Wie kann man das Erfahrungswissen Älterer im bürgerschaftlichen Engagement nutzbar machen?" "Dabei", betont Huschenbeck, "steht das 'senior' nicht für alte Menschen, sondern für die nötige Erfahrung! Die geburtenstarken Jahrgänge gehen demnächst alle in Rente. Da rollt eine Lawine an Potential auf uns zu!" Und dieses Potential gilt es, für die Gesellschaft, die in dieser Form ohne ehrenamtliche Helfer überhaupt nicht möglich wäre, zu nutzen und zugänglich zu machen. Das kostenlose Seminar, das sich über zwei mal drei Tage erstreckt und an die Generation 45+ richtet, wurde vom Verein efi Bayern e.V. entwickelt. Es zeigt damit einen Weg auf, wie wertvolles Erfahrungswissen aus dem Beruf und dem Lebensumfeld eingebracht werden kann.

Veranstalter: Treffpunkt Ehrenamt


Aktionstag im Heiliggeistspital

Um miteinander ins Gespräch zu kommen, sich über seine Heimat auszutauschen und einander besser kennenzulernen, haben sich SeniorInnen des Heiliggeistspitals am 19. September zu einem Erzählcafé getroffen. Unter dem Motto „Da bin ich daheim – Heimat in mir“ wurden sieben Tische mit Karten, Atlanten, Geschichtsbüchern und Fragebögen, die als Gesprächsleitfaden dienen, ausgestattet. Jeder Tisch widmete sich einer anderen Region, darunter Bayern Norden, Altbayern, Süd-West-Deutschland, Siebenbürgen, Egerland/Böhmerwald/Sudetenland, Erzgebirge, Schlesien oder sogar fernere Ländern wie die Türkei oder Russland.

Ingrid Brütting, die sich um den Sozialdienst im Spital in der Rotkreuzstraße 21 kümmert, organisierte zusammen mit vielen Ehrenamtlichen am Weltalzheimertag ein Programm voller bunter Angebote: Im Foyer gab es Informationsmaterial zu Alzheimer und Demenz allgemein, eine Ausstellung der Tätigkeiten der ehrenamtlichen HelferInnen sowie einen kleinen Basar aus dem Aktivierungsangebot „Kreativwerkstatt“.

Im Saal selbst ging es nach dem Erzählcafé unter anderem mit einem Film, Infos zu ehrenamtlichen Tätigkeiten und einem offenen Singen weiter.


Jugendliche erklären Senioren das Smartphone

Mittwoch Nachmittag im Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek : Acht SeniorInnen sitzen acht Jugendlichen gegenüber, die Köpfe rauchen, die Finger tippen, das Handy blinkt. Wie sehe ich jetzt, welche meiner Kontakte WhatsApp haben? Könnten Sie mir bitte helfen, mein neues iPhone einzurichten? Wie kann ich die Fotos löschen, die meine Enkel mit dem Handy gemacht haben? Und lässt sich mein Tablet mit dem Smartphone verbinden?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen löcherten die SeniorInnen bei der Veranstaltung „Jugendliche erklären Senioren das Smartphone“ ihr jeweiliges Gegenüber. Nachdem die erste Hürde, das W-LAN der Stadtbibliothek zugänglich zu machen, überwunden war, gingen die Jugendlichen mit viel Geduld auf die zahlreichen Fragen der Interessierten ein und versuchten zu helfen, wo Hilfe nötig war. Als Leitfaden hatte die Seniorenbeauftragte der Stadt Freising, Alexandra Pöller, drei schriftliche und ausführliche Erklärungen zu E-Mails, WhatsApp sowie Skype vorbereitet, die an drei Tischen verteilt wurden. So konnte sich jedeR dort hinsetzen, wo es für sie oder ihn am Wichtigsten war – und dabei natürlich auch andere Bereiche, in denen es hakte, ansprechen.

Veranstalter: Seniorenbeauftragte der Stadt Freising und Agenda21-Projektgruppe Seniorinnen und Senioren


Vortrag zur Hospizarbeit im Landkreis Freising

„Du zählst, weil Du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben“, war Dame Cicely Saunders der festen Überzeugung. Sie gilt als Begründerin der modernen Hospizarbeit.

Dass ‚Hospiz’ nicht immer nur etwas mit Trauer, Weinen und Tod zu tun hat, sondern auch ganz viel mit Freundschaft, Lachen und Sich-nah-sein, das haben Angela Spindler und Christiane Zieschank bei ihrem Vortrag zur Hospizarbeit im Landkreis Freising vergangenen Donnerstag deutlich gemacht. Beide arbeiten, zusammen mit weiteren 80 Ehrenamtlichen, in der HospizgruppeFreising e.V. „Tod und Sterben klingen für viele erst einmal sehr abschreckend“, beginnt Zieschank ihre Ansprache. „Dabei entwickeln sich bei der Begleitung oft echte Freundschaften mit sehr viel Lachen. Über den Tod wird – was die Meisten verwundert – eigentlich ganz wenig geredet!“ Auch wenn durch die Begleitung Sterbender oder Todkranker auf der Palliativstation, in den Familien oder im Alten- und Pflegeheim sehr persönliche Beziehungen entstehen, die oft nur von kurzer Dauer sind, bevor es Abschiednehmen heißt, möchte die Trauerbegleiterin diese Momente nicht missen, geben sie ihr doch so viele wertvolle Erlebnisse und Erfahrungen zurück. Nach einer einjährigen Ausbildung, die sich über mehrere Wochenseminare und Praktika erstreckt, werden die HospizbegleiterInnen von Stephanie Warsberg als Koordination der Hospizgruppe „ihren“ PatientInnen zugeteilt. Die nötige Menschenkenntnis und viel Fingerspitzengefühl sind dafür essentiell, sodass sich sowohl BegleiterInnen als auch Kranke mit ihrem Gegenüber wohl fühlen. Das gilt ebenso bei der Begleitung Trauernder, für die die Hospizgruppe neben einer Einzelbegleitung und -beratung auch regelmäßige Treffen anbietet.

Veranstalter: Hospizgruppe


Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Wir kennen sie alle, die Stammtischparolen und einfachen Wahrheiten, die Vorurteile und verbalen Angriffe – und wissen doch meist nicht, wie die angemessene Reaktion aussehen sollte. Deshalb haben das Bildungszentrum im Kardinal-Döpfner-Haus und der Treffpunkt Ehrenamt der Stadt Freising zu einem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen eingeladen. 14 Teilnehmer kamen am Samstag, 22. September in den Raum der Begegnung, um zu lernen, wie man mit schwierigen Gesprächspartnern umgehen kann.

 Die ultimativen Antworten, wie man „Demokratie- und Menschenfeinde“ mundtot macht, hatte der Workshop nicht zu bieten – es ging vielmehr darum, wie man auch bei problematischen Themen ins Gespräch kommen kann. Der Referent Dr. Christian Boeser-Schnebel von der Uni Augsburg machte erst einmal deutlich, dass nicht jedes Thema diskutiert werden muss, die Gesprächsteilnehmer sollten ihre eigenen Grenzen kennen und klar vertreten. Im nächsten Schritt , so der Projektleiter des Netzwerks politische Bildung in Bayern, gilt es, zu erkunden, welche Ziele und Anliegen der Gesprächspartner verfolgt – denn ohne das Bestreben, den anderen zu verstehen, kann ein sinnvolles Gespräch nicht zustande kommen. Deshalb gilt die Devise: Fragen, Fragen, Fragen, auch nach den Quellen, aus denen sich die Stammtischparolen speisen.  Oft  sei es aber auch hilfreich, sich an die eigene Nase zu fassen, so Christian Boeser-Schnebel: Führt man selbst das Gespräch offen, frei von dem Wunsch, belehren zu wollen, frei von Aggressivität und ohne harte Konter? Manchmal aber, das musste auch der Fachmann eingestehen, hilft nur ein Patentrezept: Fünf Minuten Pause.

Die Teilnehmer des Workshops erlebten interessente Stunden, aufgelockert auch mit praktischen Übungen. Einhelliges Fazit am Ende des Workshops: Demokratie kann sehr anstrengend sein, aber sie ist die beste Staatsform, die wir haben.

Veranstalter: Bildungzentrum Kardinal-Döpfner-Haus und Treffpunkt Ehrenamt


Das Ehrenamt tanzt

Mit einem fröhlichen Tanz-Event ist am Sonntag, 23. September, die Aktionswoche Ehrenamt zu Ende gegangen. Zwar hatte der Regen eine gemeinsame Feier mit „Freising frühstückt“ im Amtsgerichtsgarten verhindert – es wurde aber trotzdem ein wunderbar buntes, interkulturelles und inklusives Fest. Den Anfang macht Veronika Schweikl, die mit musikalischer Unterstützung ihres Mannes den Teilnehmern eine kleine Auswahl an Tänzen beibrachte. Die SchülerInnen waren durchaus gelehrig und hatten vor allem riesigen Spaß. Dass sich unzählige Übungsstunden bezahlt machen, wurde offensichtlich, als die inklusive Ausdruckstanzgruppe des 1. TSZ die Gäste mit ihrer beeindruckenden Show begeisterte – der donnernde Applaus war mehr als verdient. Hao Sun vom chinesischen Kulturverein faszinierte die Zuschauer mit einem Tanz aus ihrem Heimatland, bevor die Gäste die Bühne betreten und sich zu chinesischen Rhythmen im Takt wiegen durften. Die kleinen Bolly-Kids mussten erst mal ihre Aufregung in den Griff kriegen, eroberten dann aber wieder einmal sämtliche Herzen im Sturm mit ihren anmutigen, bezaubernden Tänzen – und die türkischen Tanzgruppen Gökkusagi  - zu Deutsch „Regenbogen“- punkteten nicht nur mit ihren phantastischen Trachten, die traditionellen Tänze gefielen den  Zuschauern so gut, dass sie sich am  Ende noch  zu einem gemeinsamen Kreistanz animieren ließen.

Eine kleine Planänderung musste bei der Verleihung der Preise des Ehrenamts-Quiz vorgenommen werden: Die Gewinnerin des 1. Preises feierte an diesem Tag ihren 75. Geburtstag und konnte nicht dabei sein. Sie freute sich jedoch sehr über ihren Gewinn, eine Führung für zehn Personen bei der Freisinger Feuerwehr samt Drehleiterfahrt – und vor allem die Enkel waren begeistert, sie dürfen natürlich mit.

 

 


Ehrenamtsfest für Ehrenamtliche der Caritas und solche, die es werden wollen

Freitag, 28. September

Ohne Ehrenamtliche wäre Vieles, was die Caritas leistet, überhaupt nicht möglich. Da sind sich Markus Mehner, Hannah Pauer und Ingrid Moosner-Fischer absolut einig. Die drei Koordinatoren verschiedener Caritas-Projekte haben am Freitag Nachmittag ein Fest in der "Etappe" in der Vimystraße für "ihre" ehrenamtlichen HelferInnen - und alle, die es werden wollen - ausgerichtet. "Damit möchten wir einfach mal 'Danke' sagen und den Besuchern gleichzeitig die Möglichkeit geben, sich untereinander kennenzulernen", so Markus Mehner. Mit einer Vorstellungsrunde anhand von Gute-Laune-Karten, der Geschichtenerzählerin Anja Koch, die mit ihrer Art, Märchen, Fabeln oder Sagen vorzutragen mittlerweile weit über die Freisinger Grenzen hinaus bekannt ist, "Dankbarkeits-Gebäck" und einem Buffet war der Grundstock für einen gemütlichen Nachmittag gelegt worden. Projekte und Möglichkeiten, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren, gibt es viele bei der Caritas: So existieren neben einem einmal monatlich stattfindenden Nostalgie-Café in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe auch die #Familienpaten, die Sprach- und Kulturmittler, die Ämterlotsen sowie die Demenzhelfer . Viele Freundschaften sind im Laufe der Zeit entstanden, nicht selten haben Gruppenmitglieder kurzerhand als ehrenamtliche Helfer auf die "andere" Seite gewechselt. Eine Demenzhelferin beschreibt, wie kostbar es doch sei, so viel vom Leben eines anderen Menschen miterleben zu dürfen, eine andere sieht das "Fröhlich-Sein" als essentiellen Baustein an, der "ganz vieles wegbeamen kann". Bei aller Freude und allem Engagement wird jedoch deutlich, dass es nie genug ehrenamtliche HelferInnen geben kann: "Ich komme mir gerade vor wie ein Angler, der im großen See nach Fischen sucht", erklärt Hannah Pauer, zuständig für die Sprachmittler, ihre Gute-Laune-Karte, auf der ein Fischer am Meer zu sehen ist. Engagierte Leute werden händeringend gesucht und können sich an das Caritas-Zentrum Freising wenden.

 

Veranstalter: Caritas-Zentrum Freising

Die Aktionswoche Ehrenamt wurde gefördert vom

 

 

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