„Das Ehrenamt ist unbezahlbar. Sein Wert ist unschätzbar.“

Foto aller Ausgezeichneten beim Ehrenabend durch OB Tobias Eschenbacher
Die von OB Tobias Eschenbacher ausgezeichneten Frauen und Männer. (Fotos: Stadt Freising)

Sie bereichern unser kulturelles Leben mit Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen, Konzerten – oder greifen selbst zum Instrument und begeistern mit ihren Darbietungen. Sie organisieren Seniorentreffs oder widmen sich der Traditionspflege und Gedenkkultur, sie packen beim Bau von Vereinsheimen tatkräftig mit an und sind tragende Säulen in Vereinen. Sie sind unbürokratisch karitativ tätig. Diese Liste zeigt beispielhaft die Vielfalt ehrenamtlichen Engagements, das unsere Freisinger Stadtgesellschaft bereichert. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hat am Freitag, 6. November 2015, den uneigennützigen und langjährigen Einsatz von 14 Frauen und Männern bei einem festlichen Abend gewürdigt. Eine Sonderehrung erhielt Benedikt Popken, der durch sein couragiertes Handeln ein 15-jähriges Mädchen vor dem Ertrinken rettete.

Festabend für Vereinsfunktionäre

Das Saxophonquartett "Saxadonna" unterhält die Gäste, im Hintergrund OB Tobias Eschenbacher am Rednerpult.

Alljährlich richtet die Stadt Freising einen festlichen Abend im Großen Sitzungssaal des Rathauses aus, um Persönlichkeiten für ihre ehrenamtlichen Verdienste auszuzeichnen: mit einer Urkunde, der Ehrenamtsmedaille und einem schönen Abendessen. Am Freitag fand diese Veranstaltung bereits zum zehnten Mal statt. Grundlage für die Auszeichnung bildet die Ehrenordnung der Stadt Freising. Für einen stimmungs- und schwungvollen musikalischen Rahmen sorgten die Damen des Saxophon-Ensembles „Saxadonna“ der Sing- und Musikschule.

Unverzichtbarer Beitrag für ein lebenswertes Freising

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher würdigt das außerordentliche Engagement als "unbezahlbar".

Mit einer „öffentlichen Anerkennung“ wolle die Stadt den ehrenamtlich Aktiven für ihren Beitrag danken, dass die Vereinslandschaft „vielgestaltig und lebendig“ und damit Freising „lebenswert und sympathisch“ sei, sagte OB Eschenbacher. Diese freiwillige Tätigkeit sei „nicht selbstverständlich“. Allerdings: In Zeiten knapper Kassen stehe das Ehrenamt „nicht immer ganz unberechtigt“ unter dem Generalverdacht, die öffentliche Hand zu entlasten; gerade in diesen Tagen, in denen der Einsatz der Helferinnen und Helfer um die Versorgung von Flüchtlingen bundesweit diskutiert werde. Energisch quittierte Eschenbacher diese Debatten mit der Mahnung, unentgeltliches Engagement dürfe „nie vorgeschoben werden, um Bund, Länder und Kommunen auf bequeme Weise aus der Verantwortung zu ziehen“. Freising fördere ehrenamtlichen Einsatz „ausdrücklich“, versicherte der OB – und führte als Beispiele die Einrichtung des hauptamtlich organisierten „Treffpunkt Ehrenamt“ sowie den „Raum der Begegnung“ – beides im Haus der Vereine“ – an und ebenso diesem Festabend für langjährige Vereinsfunktionäre. „Das Ehrenamt ist unbezahlbar. Sein Wert ist unschätzbar“, betonte Tobias Eschenbacher.

Verleihung von Urkunden und Medaillen

Ausgezeichnet hat die Stadt in diesem Jahr 14 Mitglieder aus neun Freisinger Vereinen, zudem wurde eine Sonderehrung ausgesprochen:

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Sieglinde Ostermeier und KAB-Vorsitzende Hilde Meindl
(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Sieglinde Ostermeier und KAB-Vorsitzende Hilde Meindl

Sieglinde Ostermeier / Katholische Arbeitnehmerbewegung Lerchenfeld

Sieglinde Ostermeier wirkt seit 25 Jahren als Schriftführerin für die KAB Lerchenfeld, führt seit etwa 30 Jahren mit einer kleinen Theatergruppe zu verschiedensten Anlässen und Festen selbstgeschriebene Stücke auf und wird als Mundartdichterin geschätzt.

(v.l.) Monika Hartinger, OB Tobias Eschenbacher, Brigitte Müller, Inge Neumaier und Seniorentreff-Leiterin Hilde Meindl
(v.l.) Monika Hartinger, OB Tobias Eschenbacher, Brigitte Müller, Inge Neumaier und Seniorentreff-Leiterin Hilde Meindl

Monika Hartinger, Brigitte Müller und Inge Neumaier / Seniorentreff Lerchenfeld

Die drei Frauen begleiten und engagieren sich seit Jahrzehnten in vorbildlicher Weise in der Seniorenarbeit im Pfarrheim St. Lantpert. Die zuverlässige und höchst motivierende Arbeit dieses Trios zeigt auch den anderen Helferinnen, dass der Dienst am Menschen uns alle bereichert.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher und Peter Multerer
(v.l.) OB Tobias Eschenbacher und Peter Multerer

Peter Multerer und Peter Süss / Schützengesellschaft Gemütlichkeit Freising-Neustift

Peter Multerer, seit 1969 Vereinsmitglied, war als zweiter Schützenmeister aktiv und wurde 1976, mit nur 27 Jahren, zum ersten Schützenmeister gewählt, bis heute übt er dieses Amt mit großem Erfolg aus. Während dieser Zeit organisierte er die Feiern zum 100- und 125-jährigen Vereinsbestehen. Krönung seiner Amtszeit war der Neubau eines eigenen Schützenheims 1998.
Peter Süss (war für den Ehrenabend entschuldigt) ist sein 45 Jahren Vereinsmitglied und bekleidete in dieser Zeit wechselweise das Amt des Schriftführers, des zweiten Schützenmeisters und des ersten Schützenmeisters. Seit dem Einzug ins Schützenheim führt er die Tätigkeit als Heimwart mit Herzblut aus.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Josef Klement und Vereinsvorstand Erwin Jakob

Josef Klement / Krieger- und Soldatenverein Pulling

Josef Klement, seit 1980 Mitglied, ist seit dem Jahr 1988 als Vereinsdiener tätig. Er trägt die schriftlichen Mitteilungen der Vorstandschaft an die Mitglieder aus und kassiert die Beiträge der barzahlenden Mitglieder.

Applaus in Abwesenheit von Hans-Georg Kürten
Applaus in Abwesenheit von Hans-Georg Kürten

Hans-Georg Kürten / Freisinger Königstreue

(ohne Bild, da entschuldigt)
Hans-Georg Kürten leitet seit 15 Jahren als Schatzmeister ehrenamtlich die finanziellen Geschicke der „Königstreuen“, die karitativ tätig sind oder auch über Jahrzehnte hinweg für die Pflege des Königssteins am Fürstendenkmal aufgekommen sind.

(v.l.) Kulturreferent Hubert Hierl, Edmund Maria Himmelstoß, OB Tobias Eschenbacher und Wallfahrtsleiter Anton Maier
(v.l.) Kulturreferent Hubert Hierl, Edmund Maria Himmelstoß, OB Tobias Eschenbacher und Wallfahrtsleiter Anton Maier

Edmund Maria Himmelstoß / Legio Mariae

Im Jahr 1960 fand die erste Legio-Mariae-Wallfahrt statt. Acht Jahre später drohte die Initiative aus personellen Gründen auseinanderzubrechen. Doch Edmund Maria Himmelstoß führte die Wallfahrt fort, organisierte von 1969 bis 2010 diese bedeutende Freisinger Pfingstwallfahrt und sorgte dafür, dass sich weiterhin Pilger der Legio anschließen konnten.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Korbinian Kammerloher, Irmgard Pausch , Tambourmajor Andreas Klinger und Hubert Hierl
(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Korbinian Kammerloher, Irmgard Pausch , Tambourmajor Andreas Klinger und Hubert Hierl

Irmgard Pausch und Korbinian Kammerloher / Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Freising

Irmgard Pausch spielt seit 1989 bei fast allen Auftritten des Spielmannszugs Sopranflöte („Pfeiferl“) und bildete auf diesem Instrument auch jahrelang den Nachwuchs aus.
Korbinian Kammerloher ist seit 1987 bei den meisten Auftritten dabei. Er spielt drei Instrumente: Sopranflöte, Fanfare und Jagdhorn. Etliche Jahre war er als Pfeiferl-Ausbilder tätigt, momentan ist er Ausbilder für Fanfare und Jagdhorn.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Helma Dietz, Steffi Gölz (KULTUR-gut!), Irmgard Koch (Modern Studio) und Hubert Hierl
(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Helma Dietz, Steffi Gölz (KULTUR-gut!), Irmgard Koch (Modern Studio) und Hubert Hierl

Helma Dietz / Modern Studio Freising sowie KULTUR-gut! Freising

Seit 30 Jahren ist Helma Dietz Mitglied des Kulturvereins „Modern Studio“ und seit 20 Jahren zweite Vorsitzende. Sie wirkt als Organisatorin und Kuratorin der mindestens drei jährlichen Ausstellungen im Alten Gefängnis, als Aktive im „Literarischen Herbst“ und als Geschäftsführerin des „Modern Studio“. In dem noch jungen Verein „KULTUR-gut!“ ist sie Gründungsmitglied und als geschätzte Ratgeberin anerkannt.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Jörg Jakobs, Reinhard Fiedler und Hubert Hierl
(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Jörg Jakobs, Reinhard Fiedler und Hubert Hierl

Jörg Jakobs und Reinhard Fiedler / Prima Leben und Stereo

Jörg Jakobs, Gründungsmitglied des 1996 ins Leben gerufenen Kulturvereins, ist seit 2006 Vorsitzender, vorher fungierte er als zweiter Vorsitzender.
Reinhard Fiedler war 1996 Gründungsvorsitzender und amtierte bis 2006 als „Chef“ des Kulturvereins. Seit 2006 ist er als Kassier tätig.

(v.l.) OB Tobias Eschenbacher, Lebensretter Benedikt Popken und Kulturreferent Hubert Hierl

Sonderehrung für Lebensretter Benedikt Popken

Durch sein schnelles, couragiertes Handeln rettete Benedikt Poken ein Leben. Im Frühjahr griff der Rettungssanitäter und ausgebildete Wasserretter beherzt ein, als eine 15-Jährige im kleinen Badesee bei Birkeneck zu ertrinken drohte: Er nutzte ein „Spinebord“, das eigentlich zur Fixierung von Patienten dient, zur Wasserrettung. Mit dem Board schwamm er zu dem Mädchen und brachte es durch gutes Zureden dazu, sich am Board über Wasser zu halten, bis die Jugendliche mit vereinten Kräften aus dem eisigen Wasser gezogen werden konnte. „Eine ganz großartige Leistung“, sagte OB Tobias Eschenbacher unter kräftigem Applaus der Gäste im Rathaus.

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