Graffiti im Museumsdepot

Graffiti

 Im Jahr 2000 wurde im Asamgebäude, der ehemaligen bischöflichen Hochschule, ein modernes Museumsdepot eingerichtet. Es schließt jene Räume ein, in denen sich im 18. Jahrhundert der Schulkarzer befand, also jener Ort, in den Schüler und Studenten, die gegen die Schulordnung verstoßen hatten, eingesperrt wurden. Im Zuge der Neugestaltung wurden hier Graffiti entdeckt, die etwa zwischen 1740 und 1770 zu datieren sind – ein frühes erhaltenes Zeugnis für den an Schulen und Hochschulen gepflegten Brauch, im Karzer Wandzeichnungen anzubringen.

Graffiti

Die Graffiti geben Namen von Schülern wieder, die wiederum in den Schülerlisten der Freisinger Hochschule identifiziert werden können; auch ein lateinischer Spruch ist erkennbar (nomina stultorum scribuntur ubique locorum - "die Namen der Dummen werden überall hingeschrieben"). Dazu kommen  mythologische Gestalten und – als ein besonders typisches Motiv der Karzerbilderwelt – Darstellungen von Galgen. Die Graffiti wurden bei der Sanierung gereinigt und gesichert.

Literatur: Ulrike Götz, Der Klassenprimus am Galgen. Graffiti im Karzer der alten Freisinger Hochschule, in: Schönere Heimat 90, 2001/Heft 2, 95-101.

Für Interessierte werden eigene Depotführungen angeboten.

Im Schuljahr 2014/2015 beschäftigten sich Schüler des Camerloher-Gymnasiums Freising für den Wettbewerb der Körberstiftung intensiv mit dem Freisinger Karzer.

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