Das Festival "mitanand - inklusive Kultur in Freising" geht in die nächste Runde: Von 08. bis 11. Oktober 2020 wird wieder fröhlich, entspannt, offen und ohne Berührungsängste gefeiert. Bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt, Ihren innovativen, inspirierenden und inklusiven Ideen fürs "mitanand 2020". Wir stellen Ihnen hier die Bewerbungsunterlagen zur Verfügung - und zeigen im Rückblick auf das Festival 2019, wie die Besucher*innen auf vielfältige und mitreißende Weise Kultur entdecken und erleben konnten - bei freiem Eintritt zu allen Veranstaltungen. 

Im Herbst 2020 sollen die fünften inklusiven Kulturtage „mitanand“ in Freising stattfinden. In den vergangenen Jahren besuchten zahlreiche Bürger*innen die Ausstellungen, Konzerte, Filmabende oder Workshops des mitanand-Kulturwochenendes. Beim Zuschauen und Mitmachen erlebte das begeisterte Publikum, wie problemlos verschiedene Generationen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung gemeinsam Kultur machen und genießen können. Ziel von „mitanand“ ist es, Berührungsängste abzubauen und zwischenmenschliche Begegnungen zu ermöglichen. Wie gut das gelungen ist, zeigt der Rückblick auf das mitanand-Festival 2019 (siehe unten).

Bewerbung bis 03. April 2020

Alle Macher*innen inklusiver Kultur und deren Projektpartner*innen können sich mit einer neuen Kulturidee bewerben, die den lebensfrohen „mitanand“-Gedanken weiter in die Zukunft trägt. Die Projekte erhalten einen finanziellen Zuschuss und werden bei der Umsetzung von der Stadtverwaltung Freising betreut.

Bitte bewerben Sie sich mit dem hier bereitgestellten Formular. Sie können das Formular auch per Mail anfordern bei ingo.bartha@freising.de. Die Frist für die Projektbewerbung endet am Freitag, 03. April 2020. Spätestens Mitte Mai werden alle Bewerber*innen über ihre Teilnahme informiert.

Das Kulturamt der Stadt Freising wird das Programm von „mitanand – inklusive Kultur in Freising“ organisatorisch begleiten und freut sich auf viele Programmideen!


Rückblick: mitanand 2019

Ein buntes Wochenende voller Kultur

Bereits zum vierten Mal hat "mitanand", das lange, bunte Wochenende voller Kultur und kurzweiliger Unterhaltung, stattgefunden. Seit dem inklusiven Festival ZAMMA im Jahr 2015 hat sich eine Kulturarbeit, die für alle offen ist, nachhaltig in Freising verankert und wird von den unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen gepflegt. Hier können Sie das Kulturwochenende 2019 noch einmal Revue passieren lassen. Wir haben einige Eindrücke der vielen bunten, spannenden und kreativen Veranstaltungen und Aktionen in Schrift und Bild zusammengestellt.


Ausstellung "Kostbare Verluste"

Die Sorge um die Natur und die Zukunft der Menschheit treibt die Künstlerinnen Gabriele Abs, Helma Dietz, Ingrid Hartert-Müller, Maria Kiess und Elisabeth Seitzl um. „Wir haben uns überlegt, ob wir den Leuten Plastikberge und Coffee-to-go-Becher vor die Nase knallen oder unsere Trauer über die Verluste zeigen und an das Mitgefühl der Betrachter appellieren sollen“, beschreibt Helma Dietz die Überlegungen der Gruppe im Vorfeld der Ausstellung. Die Künstlerinnen haben hat den zweiten Weg gewählt und illustrieren mit unterschiedlichen Techniken nicht nur ihre Besorgnis über die Umweltzerstörung, sondern entlassen das Publikum auch mit der Zuversicht, dass positive Veränderungen möglich sind.

Im Mittelpunkt stehen die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Ingrid Hartert-Müller hat aus Holzringen eine Weltkugel geschaffen und weist auf den Ressourcen- und Flächenverbrauch von Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft und Gesellschaft hin. Korrespondierend dazu machen Texte den besorgniserregenden Umweltzustand der Erde deutlich.

Das Schmelzen der Gletscher inszeniert Gabriele Abs mit einer blauen Wand, an deren Fuß unzählige mit Wasser gefüllte Gläser und Schalen stehen. Der drohende Verlust der Gletscher, die als Gedächtnis der Klimageschichte gelten, wird durch Wasserplätschern aus einem Lautsprecher zusätzlich vernehmbar gemacht.

Kostbare Kleinode für das Ökosystem

Für den Urstoff Luft stehen symbolisch Vögel und Insekten. Maria Kiess widmet ihnen ein Gemälde mit kalligraphischen Elementen, während Elisabeth Seitzl verschiedenste Insekten aus Papier kreiert und mit bunter Bemalung verfremdet hat. Präsentiert werden Schmetterlinge, Käfer, Bienen und Co. als kostbare Kleinode in Schmuckkästchen.

Einen literarisch-philosophischen Zugang zu den Umweltthemen hat Helma Dietz gewählt. Dem Element Feuer stellt sie auf einer großen Wand das Gedicht „Im Sonnenlicht“ von Günter Eich zur Seite, der bereits 1955 die Verschwendung natürlicher Ressourcen thematisiert und fragt: „Aber wir werden leere Taschen haben/ und der Gläubiger ist unbarmherzig./ Womit werden wir zahlen?/ O Brüder, daß ihr nicht bangt!“  Zu einer großen Collage formte Dietz Zeitungsüberschriften, Unterzeilen und Leads, die sie mehr als ein Jahr gesammelte hatte. Es sind aber nicht Warnungen, Mahnungen und betroffen machende Sätze: Helma Dietz präsentiert ebenso Zitate, die Hoffnung machen auf eine Bereitschaft zur Umkehr und Achtung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Bildergalerie Ausstellung "Kostbare Verluste"


Tango-Abend mit der "Süßen Lotte"

Das (Tango-)Tanzbein schwingen, die lateinamerikanischen Rhythmen auf sich wirken lassen, Spaß haben und dazu noch eine ganze Menge über Tango lernen: Das Tanz- und Musikevent "Süße Lotte meets Tango" bescherte den Besucher*innen im Furtnerbräu einen rundum gelungenen Abend! Und er zeigte, auf welch herzliche Art und Weise Inklusion gelebt und erlebt werden kann. Die integrative Band "Süße Lotte" der Lebenshilfe Freising zog die Besucher*innen in kürzester Zeit in ihren Bann und motivierte sie zu gemeinsamen Tanzeinlagen mit Mitglieder*innen des Tanzsportzentrums Freising. Obendrein gab es noch viel Wissenwertes über die Geschichte des Tangos zu erfahren. In unserer Bildergalerie haben wir die besten Momente eines unvergesslichen Abends eingefangen: 

Bildergalerie "Süße Lotte meets Tango"


Feierlicher Auftakt zu mitanand 2019

Im vollbesetzten Saal des Caritas-Zentrums bekamen die Besucher*innen bei Musik und Gesang einen Vorgeschmack auf das, was am Wochenende beim "mitanand"-Festival kulturell geboten war. Bürgermeisterin Eva Bönig gab einen Überblick über das abwechslungsreiche Programm und dankte herzlich allen Kulturverantwortlichen und Organisator*innen. Sie ermutigte Jede*n, das "mitanand" zu (er)leben und zu verinnerlichen und hob insbesondere die interreligiöse Begegnung sowie die Inklusion als Veranstaltungshöhepunkte hervor. Rainer Schneider, stellvertretender Bezirkstagspräsident, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass "das friedliche der Religionen gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je" sei.

Auch in diesem Jahr war beim mitanand-Festival für Jede*n etwas dabei: Das Programm umfasste Ausstellungen, Gesprächskreise, Lesungen, Tanz- und Musikveranstaltungen, gemeinsames Kaffeetrinken und vieles mehr. 

Wir danken allen Beteiligten für ihre Ideen, das Engagement und die Begeisterung, die beim Publikum sichtlich ankamen!

Bildergalerie mitanand Festivalstart

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