General-von-Stein-Kaserne

Bebauungsplan

Auf dem Papier ist das Stadtviertel im Freisinger Norden bereits lebendig. Auf den städtebaulichen Ideenwettbewerb und den Rahmenplan folgte kürzlich die Präsentation eines Vorentwurfs für die Bauleitplanung. Immer konkreter wird das Projekt, für das nun die vorgezogene Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Behörden durchgeführt werden. Viel Zeit und Energie wird in die Entwicklung des neuen Wohnquartiers gesteckt: Für die künftigen Bewohner wird das optimale Konzept ausgelotet. Gegenüber dem Rahmenplan gibt es im Bebauungsplanentwurf keine wesentlichen Veränderungen. Eine Lösung wurde mittlerweile für eine Anbindung des Areals an das Verkehrsnetz gefunden. Im Norden, auf Höhe des Karwendelrings, soll ein Kreisverkehr entstehen. Bestätigt hat sich, dass in Verlängerung des Einkaufsmarkts, im Bereich Veit-Adam-Straße, eine Ampelkreuzung sinnvoll ist. Ein Umbau der Generalvon-Stein-Straße ist ebenfalls erforderlich, um das Schulgrundstück - auch für den Schulbusverkehr – besser erschließen zu können. Noch in Arbeit ist ein Energiekonzept, das möglichst flexibel die Wünsche der Bauwerber aufgreifen soll. Auch ein Lärmgutachten wurde in Auftrag gegeben.

Abbrucharbeiten

Für die Entwicklung des neuen Stadtviertels sind umfangreiche Vorbereitungen erforderlich. Bereits seit Mitte Januar 2010 wird das 161 000 Quadratmeter umfassende Gelände frei gemacht von Gebäuden, Leitungen und Altlasten. Unvermeidlich ist es dabei, dass einige Büsche und Bäume gefällt werden. Die Abbrucharbeiten und später auch der Baufortschritt werden mit einer Webcam dokumentiert.

Abbrucharbeiten in zwei Bauabschnitten
Von Januar 2010 bis September 2011 wird das Gelände in zwei Bauabschnitten für die anschließende Verwertung hergerichtet
Insgesamt 25 Gebäude werden eingeebnet. Nur das Stabsgebäude bleibt erhalten. Die drei Mannschaftsgebäude, in denen momentan
noch die Bundespolizei untergebracht ist, werden ab Januar 2011 abgerissen.

Während der Abbrucharbeiten sind Belästigungen der Anwohner leider unvermeidlich. Es müssen nicht nur Gebäude beseitigt, sondern auch Wege entsiegelt werden. Dafür werden etwa 240 000 Tonnen Material bewegt, obwohl zum Teil Erdreich, Steine und Kies anschließend für das neue Baugebiet wieder verwendet werden. Der Lärm von der Demontage, von den Erdbewegungen und vom Abtransport des Bauschutts werden auch in der Nachbarschaft zu hören sein.

Anwohnerfreundliche Baustellenzufahrten
Damit der Lärm für die Anwohner so gering wie möglich ausfällt, wurde ein Zufahrtskonzept aufgestellt. Das West-Tor des Kasernengeländes an der Mainburger Straße wird für Baustellenfahrzeuge nicht genutzt. Das Tor im Süden, an der General-von-Stein-Straße, wird nur zu Beginn der Anbrucharbeiten als Zufahrt gebraucht, danach dient es ausschließlich zur Erschließung der Einrichtungen im Stabsgebäude (zur Zeit Volkshochschule, Stadtratsfraktionen, FOS/BOS). Geregelt wird der Baustellenverkehr ab April 2010 bis zum Ende der Arbeiten im Herbst 2011 hauptsächlich über das Tor Nord-West: Von der Mainburger Straße wird eine Zufahrt über die Bismarckstraße für den Baustellenverkehr geschaffen. Für die Lastwagen wird eine eigene Fahrspur an der Bismarckstraße angelegt, damit Radfahrer und Fußgänger nicht beeinträchtigt werden. Das Tor Ost, an der Asamstraße, wird nur sporadisch in der Zeit von Februar bis April 2010 für Transporte genutzt.

Funkmast

Eines der letzten Relikte der Garnisonsstadt verschwindet:

 

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Dem neuen Stadtviertel weichen musste am 10. April 2010 der 1975 erbaute Funkturm auf dem Kasernengelände. Von einem „ungewöhnlichen Ereignis mit Sprengkraft“ sprach Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer und von einem „symbolträchtigen Startschuss für die künftige Entwicklung des Geländes“. Für die sehenswerte Sprengung waren das Technische Hilfswerk (THW) Freising und die Sprengspezialisten des THW Dachau zuständig.

Der Funkturm ragte 65,5 Meter in die Höhe und umfasste am Boden einen Durchmesser von 1,20 Metern. 90 Bohrlöcher wurden angebracht und mit etwa drei Kilo Plastiksprengstoff gefüllt. Um 13.45 Uhr ertönte ein langes Signal, dem zwei kurze Töne folgten. Nach einer Minute ein Knall. Genau um 13.47 Uhr lag der Funkturm auf dem früheren Sportplatz in Schutt. Nur geladene Gäste konnten aus Sicherheitsgründen auf einer abgesperrten Fläche im Norden des Kasernengrundstücks das Schauspiel verfolgen. Die Experten des THW sorgten dafür, dass alles wie am Schnürchen klappte. Eindrücke von der Bilderbuch-Sprengung:

Oberbürgermeister Dieter Thalhammer löst Sprengung des Mastens aus

 

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