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Freising in Europa
Partner unter Freunden
Freisings europäische Beziehungen sind über 1000 Jahre alt.
Die traditionsreiche Bischofsstadt an der Isar, deren Geschichte bis in die Zeit um 700 zurückreicht, begann bereits im frühen Mittelalter, ihre Fühler in den südöstlichen Raum Mitteleuropas auszustrecken. Die Missionierung und Kultivierung des östlichen Alpenraums zog die Gründung von Stützpunkten, zahlreiche Schenkungen und sonstigen Grunderwerb nach sich. Schließlich reichte das Netz der Freisinger Besitzungen in seiner Ausdehnung bis ins östlich von Wien gelegene Großenzersdorf und hinunter ins slowenische Bischoflack.
In den meisten Fällen wurden die Verbindungen zu Freising im Zuge der Säkularisation 1802 gekappt, als der Freisinger Bischof seiner weltlichen Machtbefugnisse entkleidet wurde. Als äußere Erinnerung an die Freisinger Vergangenheit verblieb allerdings teilweise der Mohrenkopf, das Herrschaftszeichen der Freisinger Fürstbischöfe, in den Wappen der betreffenden Orte.
In den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg wurde begonnen, das alte Kontaktnetz neu zu knüpfen. Aus den ehemaligen Herrschaftsbeziehungen wurden nun freilich Partnerschaften und Freundschaften. Inzwischen sind die österreichischen Orte Obervellach, Maria Wörth und Waidhofen, das in Italien (Südtirol) gelegene Innichen sowie Bischoflack, das heutige Škofja Loka in Slowenien mit Freising wieder eng verbunden.
Gerade mit Blick auf das neue, nach Osten erweiterte Europa stellen die auf historischer Grundlage erwachsenen vielfältigen Freisinger Kontakte zum Brückenraum Österreich-Norditalien-Slowenien eine sehr interessante und zukunftsträchtige Konstellation dar.
Einen besonderen Fall als Partnerstadt Freisings bildet das französische Arpajon. Aber auch hier spielen Freisinger Geschichte und Tradition eine ausschlaggebende Rolle bei der Begründung der Beziehungen: Arpajon gilt als der Geburtsort des hl. Korbinian, des Freisinger Stadt- und Bistumspatrons.
Bürgerengagement in einem neu gegründeten Verein
Am 08.03.2012 wurde mit der Gründung des "Verein für Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften in Freising e. V." ein weiterer wichtiger Grundstein für den Erhalt und den Ausbau der Beziehungen zu Freisings Städtepartnern gelegt.
Die öffentliche Gründungsversammlung wählte Dieter Thalhammer, in seiner 18-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister engagierter Motor der lebendigen Beziehungen zu Freisings sechs offiziellen Partnerstädten und zahlreichen weiteren, historisch mit Freising verbundenen Gemeinden, zum Vorsitzenden. Stellvertreter sind Kulturreferent Dr. Hubert Hierl und Walter Schwind. Kassier ist Wolfgang Wengert, Schriftführerin Monika Zauner. Zu Beisitzern wurden Paul Daimer, Erwin Jobst, Florian Notter, Helmut Weinzierl, Birgit Mooser-Niefanger, Rudi Baumgartner und Emma Hiedl gewählt, Kassenprüfer sind Renate Schebler und Ullrich Kachel.
Innerhalb der Stadtverwaltung koordiniert das Hauptamt die internationalen Beziehungen der Stadt Freising. In laufender Abstimmung mit der Stadtspitze, fortan also mit Tobias Eschenbacher, und dem Stadtrat betreut Verwaltungsrat Rupert Widmann Projekte der wirtschaftlichen, kulturellen und verwaltungstechnischen Zusammenarbeit. Eine der jüngsten Entwicklungen ist die Organisation eines kulturellen Partnerschaftsabends im Anschluss an die jährliche Lichterprozession und die ökumenische Vesper vor dem großen Korbiniansfest im November.
Mit dem „Verein für Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften in Freising“ wurde ein weiteres wichtiges Element für den Ausbau der Beziehungen zu Freisings Städtepartnern gelegt. Der Partnerschaftsverein will insbesondere die Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern stärken, u.a. durch generationenübergreifende Austauschprogramme, durch Hilfen bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und generell durch eine Förderung des Gedankens der Toleranz und Völkerverständigung.
Kontakt: info©partnerschaftsverein-freising,de; eine eigene Homepage ist derzeit in Vorbereitung: www.partnerschaftsverein-freising.de
Sollten Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, erhalten Sie die Beitrittserklärung hier als pdf-download.


















